Wirtschaft

Verbraucherstimmung: Absturz gestoppt?

Deutschlands Konsumklima zeigt endlich ein Lebenszeichen – doch warum Experten trotzdem weiter vor harten Monaten warnen.

22.05.2026, 08:00 Uhr

Konsumklima in Deutschland bleibt im Mai schwach stabil

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland hat sich im Mai trotz anhaltender Krisensorgen nicht spürbar verbessert, ist aber immerhin nicht weiter gesunken. Nach Angaben von GfK und NIM haben sich vor allem die Einkommenserwartungen wieder etwas erholt, nachdem sie zu Beginn des Kriegs im Iran deutlich eingebrochen waren. Die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen bleibt trotz eines leichten Anstiegs jedoch zurückhaltend. Gleichzeitig nahm die Sparneigung erneut etwas ab.

In den vergangenen Wochen war das Konsumklima vor allem infolge des Kriegs im Iran und dessen Auswirkungen unter Druck geraten. NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl erklärte, die Belastungen durch den Konflikt im Nahen Osten seien im Grundsatz weiterhin vorhanden und spiegelten sich nach wie vor in der Verbraucherstimmung wider. Da sich die Lage bislang aber nicht weiter zugespitzt habe, falle der aktuelle Einfluss auf die Konsumstimmung begrenzt aus.

Viele Verbraucher erwarten schwierigere Zeiten

Eine Mehrheit der Befragten geht davon aus, dass sich die Lage in den kommenden zwölf Monaten verschlechtern wird. Zudem rechnen viele weiterhin mit steigenden Preisen. Trotzdem ist die Sparneigung bereits den dritten Monat in Folge leicht gesunken. Im langfristigen Vergleich bleibt sie jedoch auf einem hohen Niveau und liegt nur knapp unter dem Stand vom Jahresanfang.

Für die aktuelle Untersuchung befragten die Nürnberger Konsumforscher zwischen dem 30. April und dem 11. Mai rund 2000 Menschen. Die Studie wurde im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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