Tante Enso plant Übernahme von bis zu 36 Tegut-Märkten
Die Smart-Store-Kette Tante Enso will bis zu 36 Filialen von Tegut übernehmen. Das Unternehmen erklärte nach Gesprächen mit der Tegut-Mutter Migros Zürich, dass eine entsprechende Vereinbarung angestrebt wird. Voraussetzung ist allerdings noch die Zustimmung des Bundeskartellamts.
Nach Unternehmensangaben liegen die betroffenen Märkte in Thüringen, Hessen und Bayern. Welche Standorte konkret gemeint sind, soll noch im Laufe der Woche bekanntgegeben werden. Falls der Kauf genehmigt wird, sollen die Filialen schrittweise auf das Konzept von Tante Enso umgestellt werden.
Tante-Enso-Geschäftsführer und Gesellschafter Thomas Gutberlet sagte, die Beschäftigten hätten die Märkte mit großem Einsatz geführt und erhielten nun eine neue Perspektive. Gutberlet war bis 2024 selbst Geschäftsführer von Tegut.
Auch Edeka und Rewe interessieren sich für Tegut-Standorte
Migros hatte bereits im März mitgeteilt, sich von Tegut trennen zu wollen. Edeka plant die Übernahme von rund 200 Supermärkten der Kette. Die Rewe-Gruppe bekundet Interesse an bis zu 40 weiteren Filialen, während Aldi Nord einzelne Standorte prüft. Auch diese Vorhaben müssen noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden.
Die Marke Tegut soll aufgegeben werden. Noch offen ist, wie viele der bisherigen Märkte am Ende weitergeführt werden.
Tante Enso mit Sitz in Bremen betreibt bundesweit knapp 90 teilautomatisierte Mini-Supermärkte, vor allem in ländlichen Regionen. Das Modell ist hybrid aufgebaut: Die Läden sind durchgehend geöffnet, Personal ist jedoch nur zu bestimmten Zeiten vor Ort.
Tegut wurde 1947 in Fulda gegründet und gehört seit 2013 zu Migros. Die Supermarktkette ist in sechs Bundesländern vertreten, mit einem Schwerpunkt in Hessen. Nach Angaben von Migros umfasst das Netz etwa 340 Filialen, darunter auch 40 "Teo"-Kleinstmärkte. Insgesamt beschäftigt Tegut knapp 7.500 Menschen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion