Wirtschaft

Tanken bald wieder wie vor dem Krieg?

Tanken wird endlich billiger – doch schon in zwei Wochen droht Autofahrern der nächste heftige Preisschock.

16.06.2026, 10:26 Uhr

Die Kraftstoffpreise geben nach der Verständigung im Konflikt mit dem Iran weiter nach und bewegen sich Schritt für Schritt wieder in Richtung des Niveaus von vor Kriegsbeginn. Nach Angaben des ADAC lag der bundesweite Tagesdurchschnitt für einen Liter Diesel am Montag bei 1,816 Euro. Das waren zwar lediglich 1,3 Cent weniger als am Vortag, zugleich aber bereits der siebte Rückgang in Folge. Auch Super E10 wurde günstiger und kostete im Schnitt 1,868 Euro je Liter, also 0,9 Cent weniger.

Damit lag der Dieselpreis am Montag nur noch 7 Cent je Liter über dem Stand vom letzten Tag vor Kriegsbeginn, bei E10 waren es 9 Cent. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern entspricht das Mehrkosten von 3,50 Euro beziehungsweise 4,50 Euro. Auf dem Höhepunkt der Krise war Diesel zeitweise um mehr als 70 Cent pro Liter teurer geworden, E10 um über 40 Cent.

Auch am Dienstag zeichnet sich Entspannung ab

Die ersten Werte vom Dienstagmorgen deuten auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends hin. Um 8.45 Uhr kostete Diesel im bundesweiten Durchschnitt 1,764 Euro pro Liter und damit 2,1 Cent weniger als zur gleichen Uhrzeit am Vortag. Für einen Liter E10 wurden 1,826 Euro fällig, also 1,6 Cent weniger als 24 Stunden zuvor.

Diese Morgenwerte liefern zwar einen Hinweis auf die weitere Entwicklung, müssen aber nicht dem späteren Tagesdurchschnitt entsprechen. Seit der Einführung der sogenannten 12-Uhr-Regel ist Tanken am Morgen und Vormittag häufig vergleichsweise günstig. Zur Mittagszeit ziehen die Preise meist deutlich an, ehe sie im Laufe des Nachmittags wieder sinken.

Zuletzt sind auch die Ölpreise spürbar gefallen, was unter anderem mit Anzeichen für eine Entspannung im Nahen Osten zusammenhängt. Der ADAC hatte jedoch kritisiert, dass dieser Rückgang bislang nur verzögert bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankomme.

In zwei Wochen könnte es wieder teurer werden

Dass sich die Spritpreise inzwischen wieder den Vorkriegswerten annähern, hängt auch mit dem Tankrabatt der Bundesregierung zusammen. Dieser senkt die Steuern pro Liter um 16,7 Cent, läuft jedoch nur noch bis Monatsende und soll nach bisherigem Stand nicht verlängert werden. Für Autofahrer bedeutet das: Danach droht ein neuer Preissprung.

Immerhin hätte Diesel auf Basis des Montagspreises selbst ohne den Steuervorteil noch unter 2 Euro pro Liter gelegen. Sollte sich der zuletzt beobachtete Abwärtstrend fortsetzen, könnte das bald auch für E10 gelten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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