Wirtschaft

Puma-Schock: Investor Nr. 1 aus China

Puma plötzlich teils in chinesischer Hand: Anta schnappt sich ein großes Aktienpaket – was das jetzt für die Marke bedeutet

07.10.2026, 15:25 Uhr

Das fränkische Sportartikelunternehmen Puma hat nun einen neuen Großaktionär: Der chinesische Konzern Anta Sports Products Limited hat den Erwerb des Aktienpakets vom bisherigen französischen Anteilseigner Artémis SAS abgeschlossen. Wie Puma in Herzogenaurach mitteilte, hält Anta damit 29,06 Prozent der Anteile und ist nun der größte Aktionär des Unternehmens.

Puma-Chef Arthur Höld begrüßte den Einstieg des chinesischen Investors als klares Signal des Vertrauens. Die langfristige Beteiligung von Anta sei ein starkes Bekenntnis zur Strategie, zur Unternehmensführung und zu den Zukunftsaussichten der Marke. Zugleich betonte Höld, dass Puma weiterhin eigenständig geführt werde.

„Ikonische Marke“

Anta-CEO Ding Shizhong bezeichnete Puma als eine ikonische Marke mit großem langfristigem Potenzial. Man habe großes Vertrauen in das Management und die strategische Ausrichtung des Unternehmens, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Für Puma kommt der Einstieg in einer wirtschaftlich schwierigen Phase. Der Konzern, einst die Nummer drei der Sportartikelbranche hinter Nike und Adidas, kämpfte zuletzt mit deutlichen Problemen. Das Unternehmen schrieb rote Zahlen, musste Rückgänge beim Umsatz verkraften und erzielte im Jahr 2025 nur noch 7,3 Milliarden Euro Erlös. Gleichzeitig verzeichnete Puma einen Rekordverlust und fiel im Branchenvergleich weiter zurück – auch hinter den neuen Großaktionär Anta.

Anta weiter auf Expansionskurs

Anta befindet sich dagegen seit Jahren auf Wachstumskurs. Der Konzern übernahm in den USA und Europa mehrere bekannte Marken, darunter Wilson aus dem Tennis- und Golfbereich, Arc’teryx im Outdoor-Segment sowie Atomic im Skisport.

Von der neuen Eigentümerstruktur erhofft sich Puma vor allem zusätzliche Einblicke in den chinesischen Markt. Dieser gilt in der Sportartikelbranche nicht nur als der größte weltweit, sondern auch als Markt mit besonders hohem Wachstumspotenzial.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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