Die Zahl der Kreuzfahrtpassagiere in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf ein Rekordniveau gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden legten rund 1,51 Millionen Urlauber von einem deutschen Hafen zu einer Hochseekreuzfahrt ab. Das waren 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr.
Nach dem starken Einbruch der Passagierzahlen zwischen 2019 und 2020 infolge der Corona-Pandemie und der damaligen Reisebeschränkungen geht es seit 2020 kontinuierlich wieder aufwärts. Inzwischen liegt das Aufkommen sogar 13,5 Prozent über dem Niveau des Vor-Pandemie-Jahres 2019.
Der Kreuzfahrtexperte und Rektor der Hochschule Bremerhaven, Alexis Papathanassis, sieht die anhaltend hohe Nachfrage vor allem im Konzept der Branche begründet. Gegenüber der dpa erklärte er, dass Transport, Unterkunft, Gastronomie und Freizeitangebote in einem einzigen Produkt gebündelt würden. Zudem sei auch das Preis-Leistungs-Verhältnis für viele Reisende attraktiv.
Für die Europäische Union liegen bislang Daten für 2024 vor. Laut Eurostat traten EU-weit 8,73 Millionen Menschen eine Hochseekreuzfahrt an. Damit startete etwa jeder sechste Kreuzfahrtgast seine Reise in Deutschland. Im Vergleich der EU-Staaten belegt Deutschland damit Rang drei. Mehr Passagiere gingen nur in Italien, gefolgt von Spanien, an Bord.
In die Auswertung des Statistischen Bundesamts flossen ausschließlich Kreuzfahrtschiffe ein, die rein touristischen Zwecken dienen. Flusskreuzfahrten wurden ebenso wenig berücksichtigt wie reguläre Fähren oder Frachtschiffe mit nur wenigen Passagierkabinen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion