Wirtschaft

Ford verhandelt mit US-Regierung über Militärdeals

Aus Autobau wird Rüstung? Ford bestätigt erste Gespräche mit Washington – was jetzt hinter den Plänen steckt.

30.04.2026, 02:33 Uhr

Ford spricht mit US-Regierung über mögliche Militärprojekte

Der US-Autokonzern Ford führt nach Angaben von Firmenchef Jim Farley erste Gespräche mit der amerikanischen Regierung über Aufträge mit Bezug zur Verteidigung. In einer Telefonkonferenz mit Analysten sagte Farley, es handle sich um Verhandlungen in einem frühen Stadium zu mehreren Vorhaben. Nähere Einzelheiten nannte er nicht.

Bereits vor rund zwei Wochen hatte das Wall Street Journal berichtet, Washington wolle Autohersteller wie Ford und General Motors sowie weitere Unternehmen stärker für die Rüstungsproduktion einspannen. Demnach prüft das Pentagon, auf Personal und Fertigungskapazitäten dieser Firmen zurückzugreifen, um geschrumpfte Munitionsbestände wieder aufzufüllen. Hintergrund sind die langjährige Unterstützung der Ukraine und der Krieg mit dem Iran.

Farley betonte zudem, Ford wolle als großer Abnehmer dazu beitragen, dass mehr Zulieferer für Chips, Batterien und andere wichtige Komponenten ihre Produktion in die USA verlagern. Kurzfristig könne dies womöglich der wichtigste Beitrag des Unternehmens für das Land sein.

Starkes Quartal bei Umsatz und Gewinn

Im abgelaufenen Quartal profitierte Ford vor allem von einem besseren Absatz großer und margenstärkerer Fahrzeuge. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 43,3 Milliarden US-Dollar, umgerechnet rund 37 Milliarden Euro.

Auch beim operativen Ergebnis schnitt der Konzern deutlich besser ab als erwartet: Der bereinigte operative Gewinn lag bei 3,5 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt nur mit etwa 1,3 Milliarden Dollar gerechnet.

Unter dem Strich erzielte Ford einen Nettogewinn von 2,5 Milliarden Dollar, nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum 500 Millionen Dollar verbucht worden waren. Belastend blieb jedoch erneut das Elektroautogeschäft: In diesem Bereich fiel ein operativer Verlust von 777 Millionen Dollar an.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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