Meta erhöht seine Investitionen in KI-Infrastruktur nur drei Monate nach der letzten Anpassung erneut deutlich. Für das laufende Jahr rechnet der Facebook-Mutterkonzern nun mit Kapitalausgaben von 125 bis 145 Milliarden US-Dollar. Zuvor hatte Meta eine Spanne von 115 bis 135 Milliarden Dollar genannt.
2025 flossen bereits mehr als 72 Milliarden Dollar vor allem in den Ausbau von Rechenzentren für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. An der Börse kam die neue Ausgabenprognose zunächst schlecht an: Im nachbörslichen Handel verlor die Aktie rund sechs Prozent.
Werbegeschäft treibt die Milliardeninvestitionen
Finanziert wird der KI-Kurs weiterhin durch das starke Anzeigengeschäft. Im vergangenen Quartal legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um etwa ein Drittel auf 56,3 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn kletterte um 61 Prozent auf knapp 26,8 Milliarden Dollar.
Zum kräftigen Gewinnplus trug allerdings auch eine im Quartal verbuchte Steuergutschrift von etwas mehr als acht Milliarden Dollar bei.
Zuckerberg setzt auf Angriff im KI-Wettlauf
Konzernchef Mark Zuckerberg verfolgt das Ziel, bei Künstlicher Intelligenz an Wettbewerbern wie OpenAI, Google und Elon Musks KI-Unternehmen xAI vorbeizuziehen. Dafür nimmt Meta enorme Ausgaben in Kauf — auch wenn dadurch das Risiko steigt, am Ende zu viele Rechenzentrums-Kapazitäten aufzubauen.
Leichter Rückgang bei der Nutzerzahl
Die Zahl der Menschen, die mindestens eine App des Konzerns nutzen, lag zuletzt bei 3,56 Milliarden. Im Quartal davor waren es noch 3,58 Milliarden gewesen. Meta begründete den Rückgang mit Internetsperren im Iran sowie Beschränkungen für WhatsApp in Russland.
Zum Unternehmen gehören neben Facebook auch Instagram, WhatsApp und Threads, der Kurznachrichtendienst als Konkurrenz zu X, dem Nachfolger von Twitter.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion