Wetter

Wochenende: So warm wird’s!

Plötzlich wieder Hochsommer? Hoch „Arno“ treibt die Temperaturen in Deutschland über 30 Grad – und Europa schwitzt mit.

26.09.2026, 04:25 Uhr

Herbst mit Sommerflair: In Deutschland wird es am Wochenende noch einmal ungewöhnlich warm. Nach Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind am Samstag verbreitet bis zu 26 Grad möglich, am Sonntag örtlich sogar bis zu 31 Grad. Freibäder und Badeseen dürften damit erneut viele Besucher anziehen. Auch in anderen Teilen Europas zeigt sich das Wetter teils von seiner heißen Seite.

Am Morgen startet der Tag in Deutschland zunächst noch recht kühl, erklärte DWD-Meteorologin Sonja Hansen. Im Tagesverlauf steigen die Temperaturen dann jedoch deutlich an und erreichen sommerliche Werte von 22 bis 26 Grad. Am Oberrhein sind laut Hansen sogar 30 Grad und mehr drin. Im Norden bleibt es wechselhafter, dort werden lediglich 17 bis 21 Grad erwartet.

Die 30-Grad-Grenze rückt näher

Am Sonntag erfasst der Einfluss des Hochdruckgebiets "Arno" ganz Deutschland. Dann werden meist 22 bis 27 Grad erreicht, wobei es im Norden etwas frischer bleibt. Im Südwesten könnten die Temperaturen dagegen auf 28 bis 31 Grad steigen.

So hohe Werte gegen Ende September seien laut Hansen nicht in jedem Jahr zu beobachten, allerdings auch kein neuer Höchstwert. Nach Angaben des DWD wurden in einzelnen Jahren zu dieser Zeit sogar schon mehr als 35 Grad gemessen.

In Spanien ist solche Herbstwärme nichts Ungewöhnliches

Während die Wärme in Deutschland für Aufsehen sorgt, gehört sie in Spanien um diese Jahreszeit fast zum Normalfall. Auch dort bleibt es am Wochenende in weiten Landesteilen sehr warm. Wie schon in den vergangenen Wochen werden am Samstag und Sonntag Höchstwerte zwischen 25 und deutlich über 30 Grad erwartet. In Madrid könnten bis zu 33 Grad erreicht werden, in Andalusien nähert sich das Thermometer am Samstag sogar der 40-Grad-Marke. Für Mallorca werden rund 31 Grad vorhergesagt.

Wetter in Baden-Württemberg
Selbst ein Badeausflug im Freien könnte am Wochenende wieder möglich sein. Quelle: Marius Bulling/onw-images/dpa

Im Verlauf der kommenden Woche kühlt es vor allem im Landesinneren etwas ab. In den beliebten Ferienregionen im Süden und Osten des Landes sowie auf den Balearen bleibt es hingegen spätsommerlich warm.

Griechenland erwartet Sturm und Gewitter

Ganz anders die Lage in Griechenland: Dort macht sich derzeit der Herbst bemerkbar. Am Wochenende wird es vielerorts stürmisch, in großen Teilen des Landes sind kräftige Gewitter angekündigt, und lokal können die Temperaturen auf unter 20 Grad sinken.

Auf beliebten Urlaubsinseln der Kykladen wie Mykonos, Santorini und Paros wird teils starker Wind erwartet. Für die Halbinsel Peloponnes sagen Meteorologen zudem kräftigen Regen voraus. Dieses Wetter entspricht den typischen Verhältnissen Ende September. Wer erst im Oktober nach Griechenland reist, kann jedoch voraussichtlich wieder sonnige und warme Tage erleben.

Warum es jetzt noch einmal so warm wird

Nach Einschätzung des DWD hängt die aktuelle Wärme mit dem außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer zusammen. Hansen erklärte, die Luftmassen seien sehr trocken und könnten sich deshalb tagsüber besonders stark erwärmen. Auch ausgetrocknete Böden heizten sich schneller auf.

Der Sommer 2026 war nach einer ersten DWD-Bewertung der zweitwärmste Sommer, der in Deutschland jemals offiziell registriert wurde. Den Höchstwert meldete Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt: Dort wurden am 27. Juni 41,8 Grad gemessen. Auch bei den Nächten gab es einen Rekord: Im sächsischen Kubschütz sank die Temperatur in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni nicht unter 29,4 Grad.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) starben bis zum Ende des Sommers rund 16.000 Menschen an den Folgen der Hitze.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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