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French Open: Tennisstars fordern mehr Geld

Tennis-Millionen sorgen vor den French Open wieder für Zoff: Warum selbst Topstars jetzt über Geld streiten.

04.05.2026, 14:36 Uhr

Debatte um Preisgelder bei den French Open flammt erneut auf

Kurz vor Beginn der French Open haben mehrere Topstars des Tennissports die Diskussion über die Höhe der Preisgelder wieder angeheizt. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur AP äußerten sich unter anderem Jannik Sinner, Aryna Sabalenka und Coco Gauff "zutiefst enttäuscht" über die aktuelle Verteilung beim Turnier in Paris. Das Sandplatz-Highlight beginnt am 24. Mai.

Die Veranstalter des zweiten Grand-Slam-Turniers des Jahres haben das Gesamtpreisgeld im Vergleich zur Vorsaison zwar um knapp zehn Prozent auf 61,7 Millionen Euro angehoben. Die Siegerin und der Sieger der Einzelkonkurrenzen erhalten jeweils 2,8 Millionen Euro, die Finalistinnen und Finalisten jeweils die Hälfte. Die Endspiele sind für den 6. und 7. Juni angesetzt.

Coco Gauff gewann 2025 die French Open. (Archivbild)

Spieler fordern größeren Anteil

Die Auseinandersetzung über die Bezahlung im Profitennis ist nicht neu. Bereits im vergangenen Jahr hatten Vertreterinnen und Vertreter der Spitzenspieler einen Brief an die Organisatoren der vier Grand-Slam-Turniere geschickt und darin eine deutliche Anhebung der Preisgelder verlangt. Aus Sicht der Profis fällt ihr Anteil an den Einnahmen dieser Großveranstaltungen zu niedrig aus.

Laut der Stellungnahme der Spielergruppe, auf die sich AP beruft, sei der Anteil der Athletinnen und Athleten an den Einnahmen des Roland-Garros-Turniers von 15,5 Prozent im Jahr 2024 auf voraussichtlich 14,9 Prozent im Jahr 2026 gesunken. Zudem beklagen die Profis demnach, dass weitere Forderungen von den Veranstaltern bislang nicht berücksichtigt worden seien.

Verband verweist auf Investitionen

Der französische Tennisverband FFT erklärte auf Anfrage, dass das Preisgeld seit 2019 um rund 45 Prozent gestiegen sei. Ein Teil dieser Erhöhung komme bewusst jenen Spielerinnen und Spielern zugute, die bereits in den frühen Runden oder in der Qualifikation ausscheiden, da diese finanziell besonders stark auf die Preisgelder angewiesen seien.

Außerdem betonten die Organisatoren, sämtliche durch das Turnier erzielten Einnahmen würden wieder in Roland Garros selbst sowie in die Förderung des Tennissports in Frankreich und international investiert. Nach Angaben des Verbands flossen zuletzt zudem mehr als 400 Millionen Euro in die Infrastruktur der Pariser Anlage.

Die FFT erklärte abschließend, sie halte weiterhin an einem fortlaufenden Dialog mit allen Beteiligten des Welttennis fest, darunter auch am direkten Austausch mit einzelnen Spielerinnen und Spielern.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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