Jan Böhmermann zufolge ging das Aus für das „ZDF Magazin Royale“ ausschließlich auf seinen eigenen Wunsch zurück. Im Podcast „Fest & Flauschig“ mit Olli Schulz sagte der Satiriker, er habe dem ZDF mitgeteilt, dass er die Sendung gern beenden möchte. Die Reaktion der Senderverantwortlichen sei zunächst überrascht ausgefallen. Sinngemäß habe dort niemand so recht gewusst, wie mit der Situation umzugehen sei.
Böhmermann erklärte weiter, er habe der ZDF-Spitze deutlich gemacht, dass er diesen Schritt für richtig halte. Auch Intendant Norbert Himmler habe emotional reagiert und ihn gefragt, wie es nun weitergehen solle. Daraufhin habe Böhmermann geantwortet, auf dem Markt gebe es genügend andere, die eine solche Aufgabe übernehmen wollten.
Seine Überlegung dahinter sei gewesen, dass ihm die Show aktuell zwar noch Freude bereite, er aber nicht sicher sei, ob das auch in zwei Jahren noch so sein werde. Deshalb habe er sich entschieden, lieber jetzt einen Schlussstrich zu ziehen. Mit 45 Jahren fühle er sich noch bereit für etwas Neues und wolle gern noch einmal ein anderes TV-Format entwickeln.
Das ZDF hatte vor kurzem angekündigt, dass das „ZDF Magazin Royale“ nach mehr als sechs Jahren endet. Die letzte Ausgabe ist für den 18. Dezember geplant. Zugleich teilte der Sender mit, man befinde sich derzeit in guten Gesprächen mit Böhmermann über ein mögliches neues Show-Konzept.
Entschuldigung an das Team
Mit Blick auf die Folgen für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bezeichnete Böhmermann die Entscheidung als schmerzhaft und weitreichend. Sie habe für viele Menschen unangenehme Konsequenzen und sei für ihn persönlich sehr belastend gewesen.
Besonders schwer sei für ihn der Moment gewesen, in dem er die Nachricht seinem Team überbringen musste. Diesen Augenblick nannte er furchtbar und betonte, so etwas wolle er nicht noch einmal erleben. Zugleich sagte er, es tue ihm sehr leid, gerade weil er seine Kolleginnen und Kollegen für außergewöhnlich gut halte.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber