Deutsches Snowboard-Team startet ohne Ramona Hofmeister in den Winter
Die deutschen Snowboarder gehen diesmal ohne ihre langjährige Topfahrerin Ramona Hofmeister in die Saison. Die 30-Jährige pausiert, weil sie im November ihr erstes Kind erwartet. Für das Team ist das eine neue Situation. Trainer Paul Marks sprach von einer Umstellung, betonte aber zugleich die Chance, den Fokus nun stärker auf die nächste Generation zu legen.
Im Raceboard-Bereich richten sich die deutschen Hoffnungen vor allem auf Vize-Weltmeister Stefan Baumeister und Elias Huber. Bei den Frauen sollen sich Nachwuchsfahrerinnen wie Mathilda Scheid im Weltcup festsetzen und sich für den Saisonhöhepunkt empfehlen: die Weltmeisterschaft im März im österreichischen Montafon.
Im Snowboardcross möchte Leon Ulbricht nach seinem Gewinn des Gesamtweltcups erneut um Siege und Podestplätze mitfahren. Auch bei den Freestylern gibt es Ambitionen: Die Olympia-Vierte Annika Morgan rechnet sich Chancen auf Spitzenplätze und Medaillen bei der WM aus.
Hofmeister blickt entspannt auf die Babypause
Ramona Hofmeister selbst genießt ihre Auszeit und zeigte sich bei der offiziellen Einkleidung von Snowboard Germany in München bestens gelaunt. Nach eigenen Worten geht es ihr sehr gut, und sie sei vor allem dankbar, dass die Schwangerschaft so unkompliziert verlaufe. Die Vorfreude auf ihre neue Lebensphase sei groß.
Trotz der Pause will Hofmeister dem Sport eng verbunden bleiben und möglichst viele Weltcups im Winter verfolgen – entweder am Bildschirm oder direkt vor Ort.

Rückkehr in den Spitzensport bleibt das Ziel
An ihrem Plan, nach der Geburt wieder in den Leistungssport zurückzukehren, hält die Oberbayerin fest. Auch ein Start bei den Olympischen Winterspielen 2030 in Frankreich scheint für sie denkbar – dann mit kleinem Kind. Einen festen Fahrplan für ihr Comeback gibt es aber noch nicht. Zunächst wolle sie abwarten, wie sich das Familienleben entwickelt und wie sich alles organisatorisch einrichten lässt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber