Vier Deutsche stehen im Viertelfinale in Frankfurt
Beim internationalen Tischtennis-Turnier in Frankfurt am Main haben vier deutsche Profis den Sprung unter die letzten Acht geschafft. Besonders Patrick Franziska und Wim Verdonschot sorgten dabei für Schlagzeilen.
Franziska, aktuell Nummer 15 der Weltrangliste, setzte sich in einem nervenaufreibenden deutschen Duell gegen Benedikt Duda durch. Trotz eines 0:2-Satzrückstands und drei abgewehrter Matchbälle drehte er die Partie noch und gewann mit 3:2. Anschließend sprach er von einem unglaublich knappen Match.
Für die größte Überraschung des Wettbewerbs sorgte der erst 21 Jahre alte Wim Verdonschot von Borussia Dortmund. Er bezwang den brasilianischen Vize-Weltmeister Hugo Calderano mit 3:1 Sätzen. Verdonschot, der zuletzt bei der U21-EM Zweiter geworden war, bezeichnete die Partie als außergewöhnlich.
Auch Dang Qiu und Sabine Winter erreichten in rein deutschen Begegnungen das Viertelfinale. Winter ließ ihrer Doppelpartnerin Ying Han beim klaren 3:0 keine Möglichkeit. Qiu hatte schon am Vorabend mit einem deutlichen 3:0 gegen den früheren Weltranglisten-Ersten Dimitrij Ovtcharov gewonnen.
Kaufmann verletzt sich früh im Match
Nicht weitergekommen sind dagegen Nina Mittelham und Annett Kaufmann. Mittelham unterlag der Chinesin Kuai Man, Kaufmann verlor gegen die Japanerin Hina Hayata.
Besonders bitter verlief das Aus für Kaufmann: Die Vize-Europameisterin verletzte sich bereits im ersten Satz und hatte nach eigener Aussage bei jeder Rückhand starke Schmerzen. Die 20-Jährige meinte, ein Sieg wäre möglich gewesen, doch sie habe ihre Finger kaum noch gespürt.

Das Teilnehmerfeld des WTT-Champions-Turniers in Frankfurt ist hochkarätig besetzt. Bei den Frauen sind acht der zehn bestplatzierten Spielerinnen der aktuellen Weltrangliste dabei. Die Siegerinnen und Sieger der Finals am Sonntagabend erhalten jeweils 40.000 US-Dollar Preisgeld sowie 1.000 Weltranglistenpunkte.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber