Max Verstappen hat bei seinem ersten Start beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring den möglichen Sieg durch ein technisches Problem verloren. Der Mercedes-AMG seines Teams lag in Führung, als knapp dreieinhalb Stunden vor dem Ende Defekte auftraten. Wegen der Reparatur in der Box war die Chance auf den Gesamtsieg für das Fahrerquartett um den viermaligen Formel-1-Weltmeister dahin.
„Absolut am Boden zerstört, dass wir den Sieg nicht nach Hause holen konnten – aber so ist der Rennsport“, schrieb Verstappen anschließend bei Instagram. Zuvor hatte der Niederländer auf der Nordschleife erneut sein außergewöhnliches Können gezeigt und mit starken Manövern einen Vorsprung von rund einer Minute herausgefahren.
Den Sieg holten sich am Ende Maro Engel, Maxime Martin, Luca Stolz und Fabian Schiller in einem weiteren Mercedes-AMG. Das Quartett war nur von Rang 25 ins Rennen gegangen und arbeitete sich auch begünstigt durch zahlreiche Zwischenfälle bis an die Spitze vor.
Damit setzte sich Verstappens Pechsträhne bei Sportwagen-Rennen auf der Nordschleife fort. Schon im April war ihm ein Erfolg nachträglich aberkannt worden, weil sein Team unerlaubt häufig die Reifen gewechselt hatte. Auch bei einem weiteren Vorbereitungsrennen war sein Auto bereits von einem Defekt betroffen.
Große Enttäuschung im Team
Diesmal wurde Verstappen und seinen Teamkollegen Daniel Juncadella, Lucas Auer und Jules Gounon eine beschädigte Antriebswelle zum Verhängnis. Kurz nachdem Verstappen das Fahrzeug an Juncadella übergeben hatte, erhielt das Team erste Hinweise auf einen Schaden. Der Spanier musste nach wenigen Runden wieder in die Garage zurückkehren, wo sich das ganze Ausmaß des Problems zeigte.
„Natürlich sind alle mega enttäuscht“, sagte Stefan Wendl, Kundensportleiter bei Mercedes-AMG. „Motorsport kann grausam sein“, erklärte Juncadella bei Viaplay. Nach mehr als drei Stunden Reparatur fuhr Juncadella das Verstappen-Auto noch einmal für zwei Runden auf die Strecke. In der Gesamtwertung reichte es am Ende nur zu Platz 38.
Verstappen hatte sich mit dem Start in der berühmten „Grünen Hölle“ einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Weitere Teilnahmen an 24-Stunden-Rennen stellte der Niederländer bereits in Aussicht. Sein Auftritt am Nürburgring löste einen enormen Zuschauerandrang aus: Insgesamt kamen 352.000 Fans an die Strecke, womit der Rekord aus dem Vorjahr deutlich übertroffen wurde.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion