Die ehemalige Schwimm-Weltmeisterin Leonie Beck hat das Ende ihrer Laufbahn bekanntgegeben. In der Sendung „Blickpunkt Sport“ im Bayerischen Rundfunk erklärte die 29-Jährige, dass sie nicht mehr in den Leistungssport zurückkehren werde.
Aus der Pause wurde der Abschied
Nach ihren Worten stand der Entschluss schon länger im Raum. Bereits vor den Olympischen Spielen in Paris habe sie gewusst, dass sie eine Auszeit vom Wettkampfsport brauche, um über ihre Zukunft nachzudenken. Gleichzeitig habe sie begonnen, sich mit Projekten jenseits des Spitzensports zu beschäftigen. Inzwischen gehe es ihr sehr gut, sagte Beck. Sie sei viel unterwegs, nehme an zahlreichen Veranstaltungen teil und habe zudem den Einstieg in die Medienbranche gefunden.
Große Erfolge im Freiwasser
Beck hatte 2022 bei den Weltmeisterschaften in Budapest mit der 4×1,5-Kilometer-Staffel Gold gewonnen. Ein Jahr später folgten bei der WM im japanischen Fukuoka zwei weitere Titel im Einzel über fünf und zehn Kilometer. Ihr letztes offizielles Rennen bestritt sie laut Angaben des Schwimm-Weltverbands im Oktober 2024.
Wechsel vom Becken ins Freiwasser als Wendepunkt
Nach enttäuschenden Olympischen Spielen 2016 hatte Beck dem Beckenschwimmen den Rücken gekehrt und war ins Freiwasser gewechselt. Dieser Schritt erwies sich als entscheidend für ihre Karriere. Neben ihren drei WM-Titeln sicherte sie sich auch drei Europameistertitel: 2022 in Rom über zehn Kilometer sowie 2024 in Belgrad über zehn und fünf Kilometer. Eine olympische Medaille blieb ihr allerdings verwehrt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber