Dank Torjäger Niclas Füllkrug bleibt Werder Bremen in der Bundesliga weiter überraschend in der Spitzengruppe. Beim 2:0 (0:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim erzielte der Angreifer in der 57. Minute die Führung für die Grün-Weißen und stellte damit eine bemerkenswerte Bestmarke ein.
Füllkrug traf damit im siebten Pflichtspiel nacheinander und zog mit Werder-Ikone Rudi Völler gleich, dem das in der Saison 1982/83 zuletzt für die Bremer gelungen war. Zugleich war es bereits sein neunter Saisontreffer. Nach acht Spieltagen hatte noch kein Werder-Profi mehr Tore auf dem Konto – auch Völler nicht. Den Schlusspunkt vor 39.807 Zuschauern im Weserstadion setzte Erin Dinkci in der 82. Minute mit dem Treffer zum Endstand.
Nur wenige Tage vor der Kadernominierung von Bundestrainer Jürgen Klopp für die anstehenden Nations-League-Spiele unterstrich Füllkrug damit erneut seine Ambitionen auf die Nationalmannschaft. Trotz seiner starken Form hatte Klopp sich zuletzt mit Blick auf das Alter des 33-Jährigen eher zurückhaltend über den Bremer geäußert.
Weiser muss früh ausgewechselt werden
Werder, seit sechs Ligaspielen ungeschlagen, startete auch gegen Hoffenheim engagiert in die Partie. Trainer Daniel Thioune beorderte Füllkrug nach der unglücklichen Pokalniederlage in Dortmund wie angekündigt zurück in die Anfangsformation. Auch Mitchell Weiser stand wieder von Beginn an auf dem Feld.
Für den Mittelfeldspieler war die Partie jedoch schon nach gut 15 Minuten beendet. Weiser, der die komplette vergangene Saison wegen eines Kreuzbandrisses verpasst hatte und erst vor wenigen Wochen sein Comeback gegeben hatte, musste mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden.

Danach verlor Bremen zunächst etwas an Dynamik. Lediglich Füllkrug sorgte in der 25. Minute mit einem Abschluss für Gefahr. Ansonsten verlebte Oliver Baumann in seinem 400. Bundesliga-Spiel für die Hoffenheimer über weite Strecken einen ruhigen Nachmittag.
Hoffenheim kommt besser ins Spiel
Die Gäste fanden in der Folge besser in die Begegnung. Nach dem bitteren Pokal-Aus im Elfmeterschießen bei Zweitligist Holstein Kiel hatte Trainer Christian Ilzer seine Startelf auf gleich sechs Positionen verändert. Kurz vor der Pause lag die Führung für Hoffenheim dann in der Luft: Nach einem Kopfball von Adam Hlozek rettete Werder-Verteidiger Amos Pieper jedoch noch auf der Linie.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein intensives Duell. Vor allem Füllkrug und Hoffenheims Abwehrspieler Koki Machida lieferten sich immer wieder harte Zweikämpfe.
Nachdem Füllkrug in der 53. Minute noch knapp verzogen hatte, machte er es wenig später besser. Mit viel Wucht behauptete er sich im Duell mit seinem Gegenspieler und jagte den Ball unhaltbar unter die Latte. Hoffenheim gab sich danach zwar nicht geschlagen, doch Dinkci sorgte mit einem sehenswerten Schlenzer endgültig für die Entscheidung.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber