Rudi Völler nimmt bei der deutschen Nationalmannschaft vor dem Start in die Fußball-Weltmeisterschaft eine spürbare Aufbruchsstimmung wahr. Nach dem Training auf dem Campus der Wake Forest University in Winston-Salem sagte der DFB-Sportdirektor, die Spieler könnten den Auftakt kaum noch erwarten. Schon bei den gemeinsamen Mahlzeiten sei deutlich geworden, wie groß die Vorfreude im Team sei.
Auch mit Blick auf Manuel Neuer gibt es aus Völlers Sicht keinen Grund zur Sorge. Für das erste Gruppenspiel am Sonntag um 19.00 Uhr gegen Curaçao seien die Zeichen positiv. Der Torhüter wirke ruhig und gefestigt, zudem sei er wieder vollständig bei der Mannschaft.
Neuer sammelt weitere Einsatzminuten im Training
Neuer arbeitete im Spry Stadium zunächst gemeinsam mit Oliver Baumann, Alexander Nübel und Jonas Urbig auf einem Nebenplatz. Dabei waren keine Probleme an seiner zuletzt angeschlagenen linken Wade zu erkennen. Bundestrainer Julian Nagelsmann plant in Houston mit dem 40-Jährigen zwischen den Pfosten. Bereits tags zuvor hatte Neuer wieder am Mannschaftstraining teilgenommen.
Neben den Torhütern standen auch 23 Feldspieler auf dem Platz. Laut Völler sind alle Akteure einsatzbereit. Gerade bei einem Turnier sei das von zentraler Bedeutung. Mehrfach betonte er, dass die Mannschaft auf den Start „brenne“.
Vor dem ersten Auftritt der DFB-Auswahl wird Völler North Carolina vorübergehend verlassen. Zunächst reist er zum Eröffnungsspiel in Mexiko-Stadt zwischen Co-Gastgeber Mexiko und Südafrika, anschließend geht es für ihn weiter nach New York zur Eröffnung des dortigen German House of Soccer.

Kimmich fordert klare Titelmentalität
Kapitän Joshua Kimmich hatte nach der Ankunft im WM-Quartier in Winston-Salem deutliche Worte an seine Mitspieler gerichtet. Im Gespräch mit MagentaTV sagte er, er erwarte von jedem im Kader den festen Wunsch, Weltmeister zu werden.
Zugleich machte der Bayern-Profi klar, dass bloßer Ehrgeiz nicht genüge. Entscheidend sei, nun auch die nötigen Schritte einzuleiten, um Spiele tatsächlich zu gewinnen. Genau damit müsse die Mannschaft jetzt beginnen.
Deutschland trifft zum Start des Turniers am Sonntag in Houston auf WM-Neuling Curaçao. In der Vorrunde warten danach noch die Elfenbeinküste und Ecuador.
Gute Bedingungen ohne Erfolgsgarantie
Das Teamhotel The Graylyn Estate und die Trainingsbedingungen an der nahegelegenen Wake Forest University bewertet Kimmich positiv. Er gehe davon aus, dass es gute Gründe für die Wahl dieses Standorts gebe und alles bestens vorbereitet sei.
Eine Garantie für sportlichen Erfolg sieht er darin aber nicht. Kimmich erinnerte daran, dass er sich auch bei der WM in Katar sehr wohlgefühlt habe. Trotzdem sei Deutschland damals bereits nach der Vorrunde ausgeschieden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion