Tah setzt vor PSG-Rückspiel auf Bayerns bewährten Stil
Trotz der 4:5-Niederlage im ersten Halbfinale gegen Paris Saint-Germain will Jonathan Tah nichts am Münchner Ansatz verändern. Der Nationalverteidiger betonte vor dem Rückspiel in der Champions League, dass Bayern gerade mit dieser Art Fußball überhaupt erst so weit gekommen sei. Deshalb sehe er keinen Grund, nun von der gewohnten Linie abzuweichen.
Am Mittwochabend (21.00 Uhr/DAZN) steht für die Bayern die Chance an, die Niederlage aus dem Hinspiel wettzumachen und den französischen Titelverteidiger doch noch aus dem Wettbewerb zu werfen. Gegen die gefährliche PSG-Offensive mit Ousmane Dembélé, Chwitscha Kwarazchelia und Desiré Doué komme es vor allem auf Mut und Entschlossenheit an, sagte Tah. Wichtig seien aggressives Verteidigen, gewonnene Zweikämpfe, erfolgreiche Duelle als Mannschaft und das konsequente Sichern der zweiten Bälle.
Vertrauen in Kane, Olise und Díaz
Neben der Defensive baut Tah auch auf Bayerns Angriffsreihe mit Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz. Der Abwehrspieler lobte das Offensiv-Trio ausdrücklich und erklärte, dass ihn das tägliche Training gegen solche Spieler selbst besser mache. Ihre Klasse fordere ihn ständig heraus. Mit einem Lächeln ergänzte er, dass er froh sei, ihnen nicht in Pflichtspielen als Gegner gegenüberzustehen. Lieber schaue er dabei zu, wie sie andere Abwehrreihen vor Probleme stellen.
Vor dem bislang bedeutendsten Königsklassen-Spiel der Saison verspüre er eine große Anspannung, sagte Tah. Trainer Vincent Kompany schilderte dagegen, dass er eher eine innere Gelassenheit in sich spüre. Er wolle die Emotionen rund um die Partie nicht zu früh an sich heranlassen und sehe auch keine Schwierigkeiten, vor dem Spiel ruhig zu schlafen. Den eigentlichen Druck nehme er noch nicht wahr.
Mehr Optionen für Kompany im Kader
Kompany kann für das Rückspiel nahezu aus dem Vollen schöpfen. Nach seinen Angaben fehlt lediglich Nationalspieler Serge Gnabry, alle anderen seien einsatzfähig. Gerade in einer Begegnung dieser Größenordnung sei ein breiter und fitter Kader besonders wichtig.
Im Abschlusstraining an der Säbener Straße waren zudem Raphaël Guerreiro und Lennart Karl wieder auf dem Platz zu sehen, zumindest im öffentlich einsehbaren Teil der Einheit. Beide hatten zuletzt verletzt gefehlt und könnten dem Bayern-Coach nun zusätzliche Alternativen für Wechsel und taktische Anpassungen geben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion