Auf Sigurd Haugen war für den TSV 1860 München einmal mehr Verlass. Der Norweger sicherte den "Löwen" beim 1:1 (1:1) gegen den bereits feststehenden Absteiger 1. FC Schweinfurt 05 zumindest einen Punkt und bewahrte sein Team vor einer Niederlage. Für den Angreifer war es am Samstag in der 3. Liga bereits der 16. Saisontreffer.
Trainer Markus Kauczinski hob anschließend vor allem Haugens Bedeutung hervor. "Im Moment ist er leider der Einzige, der zuverlässig liefert. Dabei hatten auch andere ihre Chancen", sagte der Coach. Haugen spielt seit seinem Kieferbruch im Dezember mit einer Gesichtsmaske. Kauczinski ergänzte, dass er hoffe, bald auch von weiteren Spielern mehr Torgefahr zu sehen.
Wechselhaftes Spiel der Münchner
Vor 9.036 Zuschauern erwischten zunächst die Gäste aus Schweinfurt den besseren Moment: Sebastian Müller brachte sein Team in der 27. Minute in Führung. Doch die Antwort der Münchner ließ nicht lange auf sich warten. Nur vier Minuten später erzielte Haugen den Ausgleich im 300. Drittligaspiel des TSV 1860.
In der Schlussphase bot sich Patrick Hobsch noch die beste Gelegenheit auf den Siegtreffer, doch er ließ die Chance ungenutzt (75. Minute). Damit bleiben die Münchner zwei Spieltage vor dem Saisonende auf Platz acht.
Kauczinski bewertete das Remis nüchtern: "Das 1:1 geht in Ordnung. Es gab gute Phasen, aber auch schwächere. Im Grunde spiegelt das die gesamte Saison wider: Einige Dinge funktionieren, andere eben nicht. Damit müssen wir leben." Für 1860 war es immerhin das vierte Spiel in Serie ohne Niederlage.
Schweinfurt zufrieden mit dem Punkt
Bei den Schweinfurtern wurde das Unentschieden positiv aufgenommen. Trainer Jermaine Jones zeigte sich mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. Er lobte nicht nur die Leistung an diesem Spieltag, sondern auch das Auftreten der vergangenen Wochen. Trotz des bereits feststehenden Abstiegs wolle sein Team die Liga mit erhobenem Kopf verlassen und sich weiterhin ordentlich präsentieren.
Auch für die Münchner geht es in der Schlussphase der Saison vor allem um Haltung und Professionalität. Da der Aufstieg nicht mehr erreichbar ist, müsse die Mannschaft dennoch die Spannung hochhalten, forderte Kevin Volland. Sein Team müsse sich weiter antreiben, strukturierter auftreten und dürfe sich nicht auf einen derart offenen Schlagabtausch wie gegen Schweinfurt einlassen.
Am kommenden Samstag trifft der TSV 1860 München zuhause auf den FC Ingolstadt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion