Fußball

Nur 4:0? Leipzig setzt gegen Elversberg seine Serie fort

Leipzig bleibt daheim eine Macht: 9. Heimsieg in Serie, wieder ohne Gegentor – und Aufsteiger beißen sich weiter die Zähne aus.

24.10.2026, 17:32 Uhr

RB Leipzig bleibt zumindest im eigenen Stadion eine Macht und verschafft seinem zuletzt unter Druck geratenen Trainer Martin Demichelis mit einem klaren Sieg wieder etwas Ruhe. Beim 4:0 (0:0) gegen Aufsteiger SV Elversberg feierten die Sachsen ihren vierten Heimerfolg der Saison – erneut ohne Gegentor. Tidiam Gomis brachte Leipzig kurz nach der Pause in Führung (48.), danach sorgten Romulo mit zwei Treffern (66., 90.+3) sowie Christoph Baumgartner (84.) vor 41.129 Zuschauern für den deutlichen Endstand.

Demichelis reagierte auf die Niederlagen gegen den FC Bayern (1:6) und Real Madrid (1:4) mit einem radikalen Umbruch. Im Vergleich zur Partie in der Champions League veränderte er seine Startelf auf gleich acht Positionen. Sogar Stammkeeper Maarten Vandevoordt bekam eine Pause. Für ihn stand Sommer-Neuzugang Örjan Nyland zwischen den Pfosten, der zuletzt im April 2023 ein Pflichtspieltor für Leipzig gehütet hatte.

Bei Elversberg setzte man dagegen weitgehend auf eingespielte Abläufe. Lediglich Frederik Schmahl rückte im offensiven Mittelfeld für den verletzten Noah Darvich in die Anfangsformation.

Zähe erste Halbzeit

Wer auf ein temporeiches Offensivspiel gehofft hatte, wurde vor der Pause enttäuscht. Beide Mannschaften neutralisierten sich über weite Strecken, echte Strafraumszenen blieben rar. Wenn überhaupt Gefahr entstand, dann eher durch die Gäste. Ab der 20. Minute kam Elversberg besser ins Spiel und näherte sich mehrfach an. Vor allem David Mokwa prüfte Nyland mit zwei Abschlüssen (37., 39.). Einmal rettete der Leipziger Schlussmann stark, beim zweiten Mal verkürzte er den Winkel geschickt.

RB Leipzig - SV Elversberg
Maurice Krattenmacher (SV 07 Elversberg, vorne M) und Willi Orbán (RB Leipzig, 2.v.r) kämpfen um den Ball. Quelle: Hendrik Schmidt/dpa

RB brachte offensiv kaum etwas zustande. Eine Möglichkeit von Antonio Nusa (25.) blieb die einzige nennenswerte Aktion. Der Mannschaft war anzumerken, dass sie in dieser Besetzung noch nie zusammengespielt hatte. Statt Frische und Dynamik prägten Ideenlosigkeit und ein statischer Auftritt das Leipziger Spiel.

Wechsel nach der Pause bringt die Wende

Zur zweiten Hälfte griff Demichelis ein und brachte Romulo für den blassen Andrija Maksimovic. Gleichzeitig stellte er die Offensive um, Gomis rückte auf den rechten Flügel – mit sofortiger Wirkung. Nusa bediente den einlaufenden Gomis präzise, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste.

Mit dem Rückstand war Elversberg gezwungen, seine kompakte Defensive etwas zu öffnen. Dadurch ergaben sich für Leipzig Räume zum Kontern. Nach einem weiten Abwurf von Nyland über mehr als 50 Meter lief Gomis allein auf das Tor zu, scheiterte jedoch an Nicolas Kristof, der stark mit dem Fuß parierte (57.).

Auch vor dem 2:0 leitete Nusa die Szene stark ein – diesmal mit einem Pass aus der eigenen Hälfte. Romulo vollendete, wobei Kristof den Ball durch die Beine rutschen ließ. Ganz unhaltbar wirkte der Abschluss nicht.

Elversberg bemüht, Leipzig am Ende souverän

Die Gäste gaben sich trotz des Rückstands nicht sofort geschlagen und suchten weiter den Weg nach vorne. Immer wieder profitierten sie dabei von Unsauberkeiten im Stellungsspiel der Leipziger Außenverteidiger Max Finkgräfe und Benjamin Henrichs. Doch in den entscheidenden Momenten fehlte die Konsequenz. Die beste Gelegenheit vergab Schmahl, der aus kurzer Distanz frei vor dem Tor über das Gehäuse schoss (69.).

Mit zunehmender Spieldauer ließ bei Elversberg jedoch die Überzeugung nach. Leipzig kontrollierte die Schlussphase ohne größere Probleme. Baumgartner krönte sein Heim-Comeback nach langer Verletzung mit einem Kopfballtor zum 3:0, ehe Romulo in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt setzte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen