Fußball

Gegentore-Alarm! Was Bayern vor Paris jetzt beschwören

Bayern wankt gegen Schlusslicht Heidenheim – und vor PSG brennt plötzlich Alarmstufe Rot. Kippt jetzt das Heimspiel?

03.05.2026, 10:21 Uhr

Vincent Kompany, Max Eberl und Joshua Kimmich wollten nach dem am Ende noch geretteten 3:3 des FC Bayern gegen Schlusslicht Heidenheim keine Debatte über mögliche Probleme aufkommen lassen. Statt Sorgen zu wälzen, richteten Mannschaft und Fans den Blick sofort auf das große Ziel: das anstehende Champions-League-Duell mit Paris Saint-Germain.

Kimmich berichtete nach der Partie von einer aufgeladenen Stimmung rund um die Kurve. Die Anhänger hätten der Mannschaft signalisiert, dass der harte April abgehakt sei und nun zähle, was der Mai bringe. Auch Kompany machte klar, worauf bei Bayern jetzt alles hinausläuft: auf den Mittwochabend gegen PSG.

Die Münchner gehen nach einer turbulenten Woche mit reichlich Gegentoren dennoch selbstbewusst in das Rückspiel. Auf das 4:3 nach Aufholjagd in Mainz folgte das spektakuläre 4:5 im Halbfinal-Hinspiel in Paris, ehe gegen Heidenheim ein weiteres wildes 3:3 hinzukam. Von Nervosität oder einer Abwehrkrise wollte beim Rekordmeister trotzdem niemand sprechen.

Kompany hebt die Mentalität hervor

Der Bayern-Coach stellte lieber die Widerstandskraft seiner Mannschaft heraus. Für ihn ist entscheidend, dass das Team nie aufgibt und auch in schwierigen Phasen weiter Druck macht. Zugleich verteidigte er seine Rotation. Vor allem die dosierten Einsätze von Harry Kane, Luis Díaz und Michael Olise seien mit Blick auf das PSG-Spiel notwendig gewesen.

Ein Einsatz über die volle Distanz kam für das Offensivtrio laut Kompany in dieser besonderen Woche nicht infrage. 45 Minuten müssten genügen, um die Belastung zu steuern und gegen Paris mit maximaler Frische antreten zu können.

Auch personell musste der Trainer improvisieren, etwa mit Aleksandar Pavlovic auf dem rechten Flügel. Kompany räumte ein, dass dieser Plan nicht funktioniert habe. Wichtiger sei ihm aber gewesen, dass alle Spieler körperlich bereit für das Rückspiel sind. Den Fokus könne man nun voll auf Paris legen.

Dass auch andere Topteams rotieren, zeigt ein Blick auf den Gegner: PSG-Trainer Luis Enrique veränderte beim 2:2 gegen Lorient gleich auf mehreren Positionen seine Startelf.

Heidenheim schnuppert an der Sensation

Heidenheim stemmte sich in seinem 100. Bundesligaspiel mit aller Kraft gegen die Niederlage und stand sogar kurz vor einem Coup in München. Budu Siwsiwadse traf zweimal, Eren Dinkçi steuerte einen weiteren Treffer bei.

Bayern antwortete vor allem durch Leon Goretzka, der bei seinem womöglich letzten Heimauftritt im Bayern-Trikot zweimal erfolgreich war. Den späten Ausgleich besorgte schließlich Michael Olise tief in der Nachspielzeit, als die Münchner mit aller Macht auf das Tor drängten.

Kimmich räumte ein, dass die Leistung gegen Heidenheim sicher nicht zu den besten der Saison gehörte. Für das Duell in der Königsklasse habe das aus seiner Sicht aber wenig Bedeutung. Klar ist: Im Rückspiel gegen PSG braucht Bayern erneut ein Comeback. Ein Sieg ist Pflicht, und die Münchner müssen diesmal vorne effizienter sein als hinten anfällig.

Am Offensivstil will in München niemand rütteln

Trotz der jüngsten Gegentorflut denkt beim FC Bayern niemand daran, den offensiven Ansatz in der entscheidenden Saisonphase zu verändern. Sportvorstand Max Eberl stellte klar, dass man die Grundidee einer Mannschaft nicht kurz vor Schluss umwerfe. Gerade mit dieser aktiven, mutigen Spielweise sei Bayern erfolgreich geworden.

Das Hinspiel in Paris bezeichnete Eberl in lockerem Ton als spektakulär und hochattraktiv. Für ihn ist die Richtung eindeutig: Bayern will weiter selbst das Spiel bestimmen und nicht vom eigenen Stil abrücken.

Kimmich sieht das genauso. Eine taktische Kehrtwende werde es nicht geben, betonte der Mittelfeldspieler. An ein Ausscheiden vor dem Finale in Budapest denke er nicht. Vielmehr sei er überzeugt, dass Bayern Paris zu Hause schlagen könne. Was das am Ende wert ist, soll sich am Mittwoch zeigen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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