Fußball

Doppelpacker Kade: So schießt er Augsburg zum Erfolg

Doppelpack-Premiere für Anton Kade: Warum Augsburgs neuer Hoffnungsträger plötzlich sogar vom großen Coup träumen lässt

03.05.2026, 10:16 Uhr

Kade glänzt doppelt: Augsburg darf weiter nach oben schauen

Anton Kade hat sich beim FC Augsburg endgültig in den Vordergrund gespielt. Nach seinen beiden Treffern beim 3:1-Auswärtssieg in Bremen verpasste ihm Teamkollege Michael Gregoritsch prompt einen neuen Spitznamen: „Toni Doppelpack“. Kade nahm es mit Humor und zeigte sich angetan von der neuen Bezeichnung.

Für den jungen Offensivspieler war es der erste Doppelpack in der Bundesliga. Gregoritsch lobte den Angreifer anschließend deutlich: Kade habe seine Qualitäten optimal eingebracht und genau das gezeigt, was man sich in Augsburg von ihm erhoffe. Wenn er seine starke Form halte, sei das für die Mannschaft ein großer Gewinn.

Sechs Tore seit dem Wechsel aus Basel

Bereits beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt in der Vorwoche hatte Kade den einzigen Augsburger Treffer erzielt. Auch in Bremen bestätigte der gebürtige Berliner seine positive Entwicklung. Seit seinem Wechsel vom FC Basel im August 2025 kommt er inzwischen auf sechs Bundesliga-Tore für den FCA.

Kade selbst wollte seine bisherige Saison noch nicht abschließend bewerten. Ein endgültiges Fazit wolle er erst nach dem letzten Spiel ziehen. Trotzdem räumte der deutsche U21-Nationalspieler ein, dass es bislang sehr ordentlich laufe. Er habe sich verbessert und bewege sich inzwischen gezielter in jene Räume, in die Flanken und Zuspiele kommen. Genau das zeigte sich auch beim 1:0 in Bremen, als er eine starke Vorlage von Gregoritsch verwertete.

Baum sieht Kade als Beispiel für den „Augsburger Weg“

Trainer Manuel Baum verteilte nach dem Spiel ebenfalls viel Lob. Mit einem Schmunzeln hob er die Arbeit der Scouting-Abteilung und der sportlichen Führung hervor, die Kade in Basel entdeckt hätten. Für Baum steht der Offensivmann sinnbildlich für den Kurs, den der Verein eingeschlagen hat.

Zugleich machte der Coach deutlich, dass die eigentliche Entwicklung immer vom Spieler selbst ausgehe. Das Trainerteam könne nur die passenden Bedingungen schaffen. Neben Kade nannte Baum weitere Profis, die in dieser Saison Fortschritte gemacht hätten, darunter Fabian Rieder, Noahkai Banks und Mert Kömür. Die Linie des Vereins im Umgang mit jungen Spielern sei klar erkennbar.

Augsburg darf vom Europapokal träumen

Der eingeschlagene Weg könnte den FCA am Ende sogar in Richtung internationales Geschäft führen. Als Baum die Mannschaft Anfang Dezember nach der Phase unter Interimscoach Sandro Wagner übernahm, steckte Augsburg noch im Abstiegskampf. Zwei Spieltage vor Saisonende ist das Team als Tabellenneunter mit 40 Punkten jedoch längst gesichert und hat sogar Anschluss an Rang sieben und acht.

Baum wollte mögliche Europapokalträume aber noch nicht zu hoch hängen. Zunächst sei das erste Ziel mit dem Klassenerhalt erreicht worden. Nun richte sich der Fokus darauf, die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz abzuschließen. Über alles Weitere wolle er erst sprechen, wenn es konkret werde.

Eine der besten Spielzeiten seit dem Aufstieg

Schon jetzt steht fest, dass diese 15. Bundesliga-Saison des FC Augsburg zu den erfolgreicheren seit dem Aufstieg im Jahr 2011 zählt. Sollte der neunte Platz gehalten werden, wäre es das erste Mal seit 2013/14 und 2014/15, dass der Verein wieder unter den besten Zehn landet.

Gregoritsch blieb trotz der guten Ausgangslage gelassen. Noch sei offen, wo Augsburg am Ende landen werde. Selbst wenn die letzten beiden Partien verloren gingen, wäre die Saison aus seiner Sicht dennoch klar als Erfolg zu bewerten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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