Fußball

DFB-Zoff bei den «Löwen»? Jetzt wird’s brisant

Letzte Hoffnung DFB? 1860 München kämpft nach dem Drittliga-Schock offenbar mit einem brisanten Schritt ums Überleben.

18.06.2026, 16:55 Uhr

TSV 1860 München legt im Lizenzstreit Beschwerde ein

Der TSV 1860 München gibt sich im Kampf gegen den Absturz aus der 3. Liga noch nicht geschlagen. Nach Informationen von „Bild“ haben die „Löwen“ beim Deutschen Fußball-Bund Beschwerde eingelegt. Nun soll zeitnah eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Bundesgericht stattfinden. Dort dürfte es vor allem um die Frage gehen, ob der Finanznachweis für die von Investor Hasan Ismaik zugesagten Mittel doch noch anerkannt werden kann.

Geringe Aussicht auf Erfolg

Wie „Bild“ und die „Süddeutsche Zeitung“ berichten, dürfte der Schritt auch dazu dienen, sich rechtlich abzusichern und nachzuweisen, dass alle Möglichkeiten zur finanziellen Rettung ausgeschöpft wurden. Die Chancen auf einen Erfolg gelten jedoch als eher klein. Hintergrund ist demnach, dass 1860 die maßgebliche Frist verpasst haben soll, bis zu der der Millionenbetrag zur Absicherung der Lizenz hätte vorliegen müssen.

Weder der Verein noch der DFB wollten sich zunächst zu den Berichten äußern.

Insolvenzgefahr und Spekulationen um Ismaik

Der Spielbetriebsgesellschaft, an der sowohl Hasan Ismaik als auch der Mutterverein beteiligt sind und über die bisher der Profibereich organisiert wurde, droht offenbar die Insolvenz. Zudem wird spekuliert, dass der Klub auf diesem Weg womöglich auch den bei vielen Anhängern umstrittenen Investor loswerden möchte.

Entscheidungen bei Mitgliederversammlung erwartet

Sollte die offenbar wenig wahrscheinliche Rettung in der 3. Liga ausbleiben, könnte der Neuanfang in der Regionalliga bevorstehen. Wichtige Weichen dafür könnten auf der Mitgliederversammlung am Sonntag gestellt werden. Das Training für die kommende Saison haben die Münchner bereits am Montag wieder aufgenommen.

Hasan Ismaik
Ist verwundert nach dem Lizenzentzug für 1860 München: Hasan Ismaik. (Archivbild) Quelle: Felix Hörhager/dpa

Laut einem Bericht der „Abendzeitung“ gibt es zudem Gespräche zwischen Stammverein und Hasan Ismaik. Demnach könnte der Klub dessen Anteile zurückkaufen und den Investor mithilfe von Mitgliedern, Fans und Sponsoren auszahlen. Ein bisher im Raum stehender Betrag im einstelligen Millionenbereich soll Ismaik allerdings zu niedrig gewesen sein.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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