Fußball

DFB-Stars zahlen Fans die Fahrt zum WM-Hit

DFB-Stars zahlen 600 Fans die Fahrt zum WM-Spiel nach New Jersey – gratis dabei ist aber nur, wer eine Bedingung erfüllt.

09.06.2026, 20:59 Uhr

Die deutschen Nationalspieler übernehmen bei der WM für 600 Fans die Kosten für die Anreise zum letzten Gruppenspiel gegen Ecuador am 25. Juni in East Rutherford. Damit reagieren sie auf die zuletzt stark kritisierten Preise für Bus- und Bahnfahrten rund um New York.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur finanzieren Kapitän Joshua Kimmich und seine Teamkollegen Busse, die Anhänger von New York aus zum Stadion in New Jersey bringen.

Kostenlose Plätze für Fan-Club-Mitglieder

Die Gratisfahrten stehen Mitgliedern des Fan-Clubs Nationalmannschaft offen. Falls sich mehr Interessierte melden als Plätze vorhanden sind, entscheidet das Los. Mit der Aktion setzt die DFB-Auswahl ein Zeichen in der Debatte um teils massiv gestiegene Nahverkehrspreise an einigen WM-Spielorten.

Zwar hat die Verkehrsgesellschaft NJ Transit ihre Tarife für die Verbindung zwischen New York und East Rutherford nach scharfer Kritik wieder reduziert. Dennoch liegen die Preise weiterhin deutlich über dem Niveau vor und nach dem Turnier.

Ein spezielles Ticket für Hin- und Rückfahrt kostete zunächst 150 Dollar und wurde später auf 98 Dollar gesenkt. Normalerweise liegt der Preis für diese Strecke laut offiziellen Angaben bei etwa 12,90 Dollar. Auch bei Busreisen gab es deutliche Unterschiede: Für die Hin- und Rückfahrt werden nun 20 Dollar verlangt statt der ursprünglich vorgesehenen 80 Dollar. Für 600 DFB-Anhänger ist die Fahrt nun aber kostenlos.

Völler kritisiert FIFA-Preise

Auch DFB-Sportdirektor Rudi Völler äußerte im deutschen Teamquartier in Winston-Salem scharfe Kritik an der Ticketpolitik der FIFA. Angesichts ohnehin hoher Ausgaben für Flüge und Unterkünfte seien die zusätzlichen Belastungen für Fans schwer nachvollziehbar.

WM-Stadion East Rutherford
Die Fahrt zur Endspiel-Arena in New Jersey ist teuer. (Archivbild) Quelle: Yuki Iwamura/AP/dpa

Völler sagte, das Gesamtpaket sei „furchtbar teuer“ und es sei nur schwer zu verstehen, warum solche Preise verlangt würden. Der DFB wolle deshalb unterstützen und die Kosten übernehmen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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