Merz betont enge Nato-Zusammenarbeit mit den USA
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die zentrale Rolle des transatlantischen Bündnisses mit den Vereinigten Staaten hervorgehoben. Bei einem Besuch der Truppe im niedersächsischen Munster äußerte er sich jedoch nicht im Detail zu den Überlegungen von US-Präsident Donald Trump, amerikanische Soldaten aus Deutschland abzuziehen.
Merz erklärte, die Leistungen der Bundeswehr in Munster seien nicht nur bemerkenswert, sondern auch ein wesentlicher Beitrag für eine starke und geschlossene Nato. Dies gelte nicht nur für den Standort Munster, sondern ebenso für weitere strategisch bedeutende Orte in Deutschland, an denen gemeinsam mit den USA und anderen Nato-Partnern gearbeitet werde.
Als positives Signal wertete der Kanzler den Besuch des Kommandierenden Generals der US-Streitkräfte in Europa und Afrika, der erst am Vortag in Munster gewesen war. Die Zusammenarbeit erfolge, so Merz, Schulter an Schulter, zum beiderseitigen Nutzen und auf Grundlage einer engen transatlantischen Partnerschaft.
Trump hatte zuvor angekündigt, eine Verringerung der US-Truppenpräsenz in Deutschland werde derzeit geprüft. Eine Entscheidung dazu solle bald fallen, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Die Ankündigung kam kurz nachdem Trump Merz scharf kritisiert hatte, weil sich der Kanzler ablehnend zur US-Militäroffensive gegen den Iran geäußert hatte.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion