Ermittler vermuten geplanten Hamas-Anschlag in Europa
Im Zuge der Ermittlungen zur mutmaßlichen Waffenbeschaffung für die Terrororganisation Hamas gehen deutsche Strafverfolger davon aus, dass ein konkreter Anschlag in Europa vorbereitet worden sein könnte. Generalbundesanwalt Jens Rommel erklärte beim Jahrespressegespräch der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, bei einem der Beschuldigten sei bereits ein aufgenommenes Bekennervideo entdeckt worden.
Seit dem vergangenen Herbst ließ die Bundesanwaltschaft insgesamt neun mutmaßliche Hamas-Unterstützer festnehmen. Nach Angaben der Behörde sollen sie spätestens seit Sommer 2025 am Transport sowie an der Lagerung von Waffen und Munition für die Organisation beteiligt gewesen sein.
Anschlagsankündigung rund um den 7. Oktober 2025
Laut Rommel wurde in dem sichergestellten Video ein Anschlag für den Zeitraum um den zweiten Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel angekündigt, also um den 7. Oktober 2025. Die ersten drei Verdächtigen in diesem Ermittlungsverfahren waren bereits am 1. Oktober 2025 festgenommen worden – nur wenige Tage vor dem genannten Datum.
Die Bundesanwaltschaft ist Deutschlands oberste Strafverfolgungsbehörde für Delikte wie Terrorismus, Spionage und Völkerstrafrecht. Jens Rommel leitet die Behörde mit Sitz in Karlsruhe seit März 2024.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion