Iran

Iran-Deal? Trump weist brisanten Bericht zurück

Geheimer Deal mit Iran? In Washington ist von Sanktionserleichterungen die Rede – doch Trump weist alles brüsk zurück.

29.09.2026, 01:10 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach er dem Iran im Gegenzug für Zugeständnisse beim Atomprogramm eine Lockerung von Sanktionen in Aussicht gestellt haben soll. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er mit Blick auf einen Bericht des Nachrichtenportals Axios: „Das ist unwahr. Ich habe ihnen NICHTS angeboten!“ Zugleich forderte er das Medium auf, die aus seiner Sicht falsche Meldung zurückzunehmen.

Zuvor hatte Axios unter Berufung auf nicht namentlich genannte US-Beamte berichtet, Trump sei bereit, Sanktionen gegen Teheran zu lockern und eingefrorene iranische Gelder freizugeben. Voraussetzung seien konkrete Schritte Irans im Zusammenhang mit seinem Atomprogramm.

Dem Bericht zufolge sollen in dieser Woche Vermittler aus Katar und Pakistan zusammenkommen, um über ein mögliches Abkommen zwischen Washington und Teheran zu beraten. Laut Axios wollen sich die katarischen Unterhändler spätestens am Dienstag mit US-Vertretern treffen, um den Vorschlag zu erörtern. Nach Angaben der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu hofft Irans Außenminister Abbas Araghtschi ebenfalls noch am Dienstag auf eine „finale Antwort“ aus Washington auf den vorliegenden Entwurf.

Trump lehnt Vorschlag zur Straße von Hormus ab

Bereits vor wenigen Tagen hatte Trump einen iranischen Vorstoß zur Wiederöffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus abgelehnt. Araghtschi hatte zuvor erklärt, Teheran habe Washington über Doha einen „Sieben-Tage-Plan“ übermitteln lassen. Demnach sollte die US-Seite zunächst bestimmte Bedingungen erfüllen. Nach Informationen des Wall Street Journal gehörte dazu auch die Aufhebung der amerikanischen Seeblockade.

Vor dem Krieg mit dem Iran, den die USA und Israel Ende Februar gemeinsam begonnen hatten, lief der Schiffsverkehr in der Meerenge weitgehend ohne größere Störungen. Etwa ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs wurde über die Straße von Hormus transportiert; außerdem ist sie eine wichtige Route für Flüssiggas und Düngemittel. Kurz nach Kriegsbeginn hatte der Iran mit Drohungen und Angriffen den Schiffsverkehr nahezu zum Erliegen gebracht. In der Folge zogen die Preise für Öl und Gas auf den Weltmärkten deutlich an.

Die USA reagierten auf die Sperrung der Wasserstraße laut dem Bericht mit einer Blockade iranischer Seehäfen, um den wirtschaftlichen Druck auf das Land zu erhöhen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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