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Unesco-Chefin schlägt Alarm: Welterbe in Gefahr

55 Unesco-Stätten in Deutschland rücken in den Fokus – doch zum Welterbetag kommen auch alarmierende Warnungen.

07.06.2026, 06:00 Uhr

Böhmer mahnt stärkeren Schutz von Welterbestätten an

Die Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, Maria Böhmer, hat zum besseren Schutz bedeutender Kultur- und Naturstätten aufgerufen. Anlass ist der Unesco-Welterbetag an diesem Sonntag. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur erklärte sie, dass Welterbestätten rund um den Globus zunehmend durch Kriege, den Klimawandel und weitere Risiken bedroht seien.

Böhmer betonte, wie wichtig es sei, die besondere Bedeutung dieser Orte stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Das Welterbe erzähle von der Geschichte der Menschheit, mache die Vielfalt von Kultur und Natur sichtbar und gehöre allen Menschen. Weltweit zählen nach Unesco-Angaben mehr als 1.200 Orte in 170 Ländern zum Welterbe, darunter 55 in Deutschland.

Mehr als 500 Aktionen in ganz Deutschland

Die zentrale Eröffnung des Welterbetags in Deutschland findet in diesem Jahr im bayerischen Regensburg statt. Bundesweit sind über 500 Veranstaltungen vorgesehen. Sie stehen unter dem Leitgedanken „Gemeinsam für Frieden und Verständigung“. Geplant sind unter anderem Führungen, Mitmachangebote und Konzerte.

Nach den Worten Böhmer sind Welterbestätten zugleich Orte der Begegnung und des Austauschs. Wer sie bewahre, schütze daher nicht nur außergewöhnliche Stätten, sondern auch das, was Menschen über Ländergrenzen und Generationen hinweg verbinde. Zu den deutschen Welterbestätten gehören etwa das Wattenmeer, der Kölner Dom und das Augsburger Wassermanagement-System.

Die Unesco weist seit Längerem darauf hin, dass das Welterbe weltweit vielfältigen Gefahren ausgesetzt ist – darunter bewaffnete Konflikte, der Klimawandel, Naturkatastrophen und Bauprojekte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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