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Nicht mähen im Mai? Das bringt’s

Wer im Garten nicht sofort zum Rasenmäher greift, kann Bienen und Co. überraschend stark helfen. Welche einfachen Kniffe Gartenbesitzer noch kennen sollten, um die Artenvielfalt spürbar zu fördern.

28.04.2026, 12:31 Uhr

Gartenbesitzer können mit einer einfachen Maßnahme etwas für den Artenschutz tun: Wer den Rasenmäher bis Ende Mai stehen lässt, schafft im eigenen Garten wertvolle Rückzugsorte für viele Tiere. Dazu ruft der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) in Hilpoltstein auf.

Ungeschnittene Rasenflächen sowie stehen gelassene Wildblumen und Brennnesseln dienen Insekten und Vögeln als Nahrung und Lebensraum. Nach Angaben von LBV-Biologin Tarja Richter ziehen Pflanzen wie Löwenzahn und Weißklee Wildbienen und Schmetterlinge an, weil sie dort Nektar und Pollen finden. Brennnesseln seien zudem wichtig, da manche Schmetterlingsarten sie zur Eiablage nutzen. Auch Vögel profitierten, weil sie dort Insekten und Samen finden.

Wenn auf das Mähen verzichtet wird, können sich die Pflanzen bis zur Blüte entwickeln. Gerade die ersten Blüten einer Wiese seien als Futterquelle besonders bedeutend, so Richter. Zudem biete höheres Gras wichtigen Lebensraum für Käfer, Heuschrecken und andere Kleintiere.

Privatgärten spielen große Rolle

Nach Einschätzung des LBV machen private Gärten rund zwei Prozent der Fläche Bayerns aus. Deshalb habe die Gestaltung dieser Flächen großen Einfluss auf die Artenvielfalt. Verstecke und Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten seien dort besonders wichtig.

Wer seinen Garten dauerhaft naturfreundlich pflegen möchte, sollte den Rasen laut LBV auch ab Juni nur etwa einmal im Monat kürzen – möglichst mit der Sense. Das Schnittgut sollte anschließend nicht auf der Fläche bleiben, sondern direkt auf den Kompost.

Empfohlen wird außerdem, immer nur abschnittsweise zu mähen. So bleiben Teile des Gartens weiterhin als Schutz- und Rückzugsraum erhalten. Von Mährobotern rät der LBV dagegen ausdrücklich ab, da sie für kleine Tiere wie Igel zur Gefahr werden können.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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