Bayern

Katholikentag trotzt Hitze und Massenansturm

Schon etwa 30.000 Tickets sind für den Katholikentag in Würzburg weg – doch was kommt jetzt auf Besucher zu? Was hinter Sicherheitskonzept und Anreise steckt und warum der Blick der Polizei besonders spannend ist.

28.04.2026, 15:23 Uhr

Sicherheit und Anreise zum Katholikentag in Würzburg im Fokus

Wenn in gut zwei Wochen Zehntausende Menschen zum Katholikentag nach Würzburg kommen, sollen sie nicht nur bequem anreisen und untergebracht werden, sondern sich auch sicher fühlen können. Dafür sind in der Stadt unter anderem teilweise Straßensperrungen vorgesehen. Schutzbarrieren wie Betonblöcke sollen verhindern, dass Fahrzeuge in Besucherbereiche gelangen. Konkrete Hinweise auf besondere Gefahren gebe es derzeit jedoch nicht, sagte Uwe Zimmermann, Leiter des Fachbereichs Allgemeine Bürgerdienste.

Er rief die Gäste dazu auf, aufmerksam zu bleiben und gegenseitig Rücksicht zu nehmen, damit das Treffen in guter Atmosphäre verlaufen kann. Nach Angaben der Veranstalter wurden bislang rund 30.000 Tickets verkauft.

Rund 900 Programmpunkte zu Kirche, Kultur und Politik

Der Katholikentag findet vom 13. bis 17. Mai statt und bietet mehr als 900 Veranstaltungen mit geistlichen, kulturellen und politischen Inhalten. Erwartet werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet. Inhaltlich geht es unter anderem um den Reformprozess des Synodalen Wegs. Zudem will sich der Katholikentag erstmals auch künstlerisch mit sexualisierter Gewalt und dem Missbrauch geistlicher Autorität befassen.

Zur Eröffnung am 13. Mai werden Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erwartet. Die beiden großen Gottesdienste an Christi Himmelfahrt, dem 14. Mai, sowie zum Abschluss am 17. Mai sollen live vom Residenzplatz im Fernsehen übertragen werden. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat einen Besuch angekündigt und will mit jungen Menschen über Zukunftsfragen sprechen.

Polizei rechnet mit störungsfreiem Verlauf

Die Polizei in Unterfranken geht nach eigenen Angaben derzeit von einem geordneten Ablauf aus. Vizepräsident Holger Baumbach erklärte, Beamtinnen und Beamte aus ganz Bayern würden in Würzburg im Einsatz sein – teils in Zivil, teils auch beritten. Ziel sei ein präsenter, aber bürgernaher Auftritt. Die Polizei wolle das Ereignis begleiten, ohne es zu beherrschen.

Zum Sicherheitskonzept gehören laut Veranstaltern auch Maßnahmen für Wetterextreme wie starke Hitze oder Unwetter. Zahlreiche Ordnungskräfte sollen Besucherströme steuern können. Für heiße Tage stehen öffentliche Trinkwasserbrunnen sowie kostenlose Wasserangebote etwa an Sanitärcontainern bereit.

Veranstalter empfehlen Bus und Bahn

Bei der Anreise setzen die Organisatoren möglichst auf den öffentlichen Nahverkehr. Nach Angaben der stellvertretenden Geschäftsführerin des 104. Deutschen Katholikentags, Sabrina Frenkel, will die Deutsche Bahn den Regionalverkehr teilweise ausbauen. Weil Teile der Innenstadt gesperrt sein werden, sollten Gäste nach Möglichkeit Bus und Bahn nutzen. Dafür wird unter anderem ein Kombi-Ticket des Verkehrsverbunds Nahverkehr Mainfranken angeboten.

Zusätzlich soll die Katholikentag-App per Push-Nachricht schnell über Störungen oder Änderungen informieren. Falls nötig, könnten Besucher auch direkt per Megafon gelenkt werden, um gefährliche Menschenansammlungen zu vermeiden.

Motto: "Hab Mut, steh auf!"

Veranstaltet wird der Katholikentag vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken, das die katholische Zivilgesellschaft in Deutschland vertritt. Die diesjährige Ausgabe in Würzburg steht unter dem Leitwort "Hab Mut, steh auf!".

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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