Hamburg

Block-Prozess: Was der Privatdetektiv jetzt abstreitet

Neue Wendung im Block-Prozess: Gab es schon 2022 einen Entführungsplan? Ein Privatdetektiv packt vor Gericht aus.

05.05.2026, 12:12 Uhr

Privatdetektiv im Block-Prozess: 2022 nur Beobachtung, kein Entführungsversuch

Im Verfahren um die Entführung der Block-Kinder in der Silvesternacht 2023/24 hat ein Privatdetektiv vor dem Landgericht Hamburg ausgesagt, dass es nach seiner Darstellung bereits ein Jahr zuvor keinen Versuch einer Tat gegeben habe. Der 46-Jährige aus Thüringen erklärte, er und sein Team seien im November 2022 ausschließlich mit einer Observation beauftragt worden.

Nach seinen Angaben sollte im Auftrag der Familie Block der Tagesablauf der Kinder in Dänemark aufgeklärt werden. Ziel sei gewesen, der Mutter Christina Block eine Möglichkeit zu verschaffen, mit ihren Kindern allein zu sprechen. Der frühere Ehemann, der die Kinder nach einem Wochenendbesuch im Sommer 2021 entgegen der Absprache nicht nach Hamburg zurückgebracht haben soll, habe jedoch Verdacht geschöpft. Schon etwa eine Stunde nach Beginn des Einsatzes sei die Polizei eingeschritten. Der Detektiv wurde daraufhin für einen Tag in Gewahrsam genommen.

In dem laufenden Strafprozess ist die Hamburger Unternehmerin Christina Block eine von insgesamt sieben Angeklagten. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll eine israelische Sicherheitsfirma hinter der Entführung der Kinder in der Silvesternacht 2023/24 stehen. Block, Tochter des "Block House"-Gründers Eugen Block, wird vorgeworfen, die Rückholaktion nach einem jahrelangen Sorgerechtsstreit in Auftrag gegeben zu haben. Die 53-Jährige weist die Vorwürfe zurück.

Die Verhandlung wird am 20. Mai fortgesetzt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen