Gemischte Bilanz nach 1.-Mai-Demonstration in Kreuzberg
Nach der großen linken Demonstration am Abend des 1. Mai in Berlin-Kreuzberg fällt die Bilanz der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zwiespältig aus. Über weite Teile des Tages sei die Lage zwar ruhig geblieben, zum Ende hin hätten jedoch Demonstrierende aus dem linksautonomen Spektrum Einsatzkräfte mit Gegenständen attackiert. Von einem durchweg friedlichen Verlauf könne daher keine Rede sein, erklärte die GdP. Mindestens zehn Polizistinnen und Polizisten wurden demnach leicht verletzt.
Aus Sicht der Gewerkschaft zeigt die Entwicklung insgesamt dennoch in eine positive Richtung. Das Gewaltpotenzial sei von der Polizei weitgehend kontrolliert worden. Überschattet werde der Feiertag allerdings durch die Vorfälle in der Nacht in Kreuzberg. Gegen Mitternacht traf am Südstern der sogenannte Schwarze Block mit vermummten Teilnehmern am Ende des Aufzugs ein. Dort kam es zu Gerangel sowie zu Angriffen auf Polizeikräfte mit Flaschen und Böllern.
Zuvor war die Demonstration, an der zahlreiche linke und linksradikale Gruppen teilnahmen, trotz teilweise angespannter Stimmung über Stunden friedlich geblieben. Die Polizei sprach von rund 10.000 Teilnehmern, die Veranstalter von etwa 30.000. Weil viele Straßen zugleich von feiernden Menschen stark gefüllt waren, entstanden im Demonstrationszug immer wieder große Lücken, sodass zahlreiche Teilnehmer längere Wartezeiten in Kauf nehmen mussten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion