Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft wird bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz ohne Leon Draisaitl antreten müssen. Der NHL-Star sagte nach dem Playoff-Aus mit den Edmonton Oilers wegen anhaltender Beschwerden am Knie ab, die noch aus der Hauptrunde stammen.
"Er war zuletzt nie bei hundert Prozent. Er braucht jetzt die Pause, die Gesundheit hat Vorrang", sagte DEB-Sportvorstand Christian Künast bei Magentasport. Auch Tim Stützle von den Ottawa Senators steht wegen einer Verletzung nicht zur Verfügung.
Hoffnung auf Seider und Grubauer
Bessere Aussichten gibt es dagegen bei Moritz Seider und Philipp Grubauer. Der Top-Verteidiger der Detroit Red Wings sowie der Torhüter sollen in der abschließenden Vorbereitungsphase zum Team von Bundestrainer Harold Kreis stoßen. Obwohl beide zuletzt angeschlagen waren, wird damit gerechnet, dass sie bei der WM-Generalprobe am 10. Mai gegen die USA mitwirken können. Auch bei Joshua Samanski, einem Teamkollegen von Draisaitl, ist der Verband optimistisch. "Wir warten noch auf das endgültige Go", erklärte Künast.
Gerade Seiders mögliche Teilnahme hätte für die DEB-Auswahl großes Gewicht. Gegenüber Eishockey News sagte Künast, der Verteidiger werde ab Mittwoch beim Team sein. Danach wolle man täglich neu bewerten. Das Ziel sei, dass Seider gegen die USA spielt und anschließend grünes Licht für die WM gibt.
Kaum Chancen bei Peterka
Weniger zuversichtlich ist der Verband bei JJ Peterka. Nach dem Playoff-Aus seines Teams am Freitag sind die Aussichten auf eine WM-Teilnahme eher gering. "Er ist angeschlagen. Wir stehen weiter in Kontakt, entschieden ist aber noch nichts", so Künast.
Offen ist zudem, ob Lukas Reichel und Wojciech Stachowiak noch zur Nationalmannschaft stoßen. Reichel ist zwar mit den Boston Bruins in den NHL-Playoffs ausgeschieden, soll nun aber für das Farmteam Providence Bruins in den AHL-Playoffs spielen. Auch Stachowiak ist mit den Grand Rapids Griffins dort noch im Einsatz. Maksymilian Szuber wird hingegen wegen eines auslaufenden Vertrags nicht dabei sein.
Auftakt gegen Finnland
Zum Start der Weltmeisterschaft trifft Deutschland am 15. Mai in Zürich auf Finnland, den Olympia-Dritten. Im vergangenen Jahr war für die Mannschaft von Harold Kreis bereits nach der Vorrunde Endstation. Auch bei den Olympischen Spielen in Mailand blieb das Team trotz prominenter Besetzung hinter den Erwartungen zurück und schied im Viertelfinale nach einem 2:6 gegen die Slowakei aus. Danach hatte Draisaitl auch Kritik am Deutschen Eishockey-Bund geäußert.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion