Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im April im Vergleich zum Vormonat um 6.556 auf 322.747 zurückgegangen. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte, sank die Arbeitslosenquote damit um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent. Im April des vergangenen Jahres hatte sie noch bei 4,0 Prozent gelegen. Grundlage der Auswertung waren Daten, die der Arbeitsagentur bis zum 13. April vorlagen.
Von einer spürbaren Frühjahrsbelebung kann nach Einschätzung der Arbeitsagentur jedoch keine Rede sein. Regionaldirektionschef Markus Schmitz erklärte, der bayerische Arbeitsmarkt könne sich weiterhin nicht erholen. Üblicherweise gehe die Zahl der Arbeitslosen zu dieser Jahreszeit deutlich stärker zurück.
Nach Angaben der Behörde fiel der Rückgang im April so schwach aus wie in keinem April seit der Wiedervereinigung – mit Ausnahme des Pandemie-Jahres 2020. Den vorliegenden Daten zufolge nimmt zudem auch die Zahl der Beschäftigten weiter deutlich ab.
Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft sieht die anhaltende Unsicherheit vieler Unternehmen im Freistaat als Grund dafür, dass eine Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt ausbleibt. Neben strukturellen Herausforderungen belaste auch der Iran-Krieg die Wirtschaft massiv – insbesondere wegen hoher Energiepreise und gestörter Lieferketten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion