Bayern

Windrad in Flammen: Polizei warnt vor fallendem Rotor

Flammen an der A7: Ein Windrad bei Kitzingen brennt - und die Feuerwehr hat ein noch größeres Problem.

24.05.2026, 11:49 Uhr

Polizei warnt nach Brand von Windrad an der A7 vor Lebensgefahr

Nach dem Feuer an einer Windkraftanlage nahe der Autobahn 7 bei Kitzingen mahnt die Polizei, den abgesperrten Bereich konsequent zu meiden. Das Polizeipräsidium Unterfranken betonte, dass niemand die Sperrzone betreten solle. Besonders gefährlich sei es, sich direkt unter der Anlage aufzuhalten, da weitere Trümmerteile herabfallen könnten.

Nach Angaben eines Polizeisprechers hielten sich am Vormittag zahlreiche Schaulustige in der Nähe auf. Einige seien sogar dicht an das weiterhin brennende Windrad herangegangen und hätten bereits heruntergefallene Teile eingesammelt. Die Polizei bezeichnete dieses Verhalten als äußerst riskant. Sollte sich ein Rotorblatt lösen, drohten schwere Verletzungen oder sogar tödliche Folgen.

Rotorblatt könnte abstürzen

Die mehr als 100 Meter hohe Anlage war am Samstagabend in Brand geraten. Verkehrsteilnehmer hatten zunächst starken Rauch an der Turbine bemerkt, woraufhin die örtlichen Feuerwehren mit vielen Kräften ausrückten. Als die Einsatzkräfte ankamen, stand das Windrad bereits in Flammen.

Löschen konnte die Feuerwehr den Brand jedoch nicht. Wie ein Sprecher erklärte, gebe es keine Technik, mit der ein Feuer in solcher Höhe von außen bekämpft werden könne. Auch ein Einsatz im Inneren der Anlage komme aus Sicherheitsgründen nicht infrage. Daher bleibe nur, Abstand zu halten und die Entwicklung zu beobachten.

Wegen des Vorfalls war die A7 am Abend zwischen den Anschlussstellen Kitzingen und Marktbreit für rund dreieinhalb Stunden gesperrt worden. Auch am Sonntag konnte das Feuer zunächst nicht gelöscht werden, da weiterhin die Gefahr bestand, dass ein Propellerteil abstürzt. Der Bereich um das Windrad wurde deshalb in einem Umkreis von 300 Metern abgesperrt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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