Bayern-SPD will Sitzenbleiben an Schulen abschaffen
Die Bayern-SPD spricht sich dafür aus, das Sitzenbleiben an Schulen zu beenden. Statt Schülerinnen und Schüler ein komplettes Schuljahr wiederholen zu lassen, sollen sie gezielt in den Fächern unterstützt werden, in denen sie Schwierigkeiten haben.
Auf einem kleinen Parteitag der Sozialdemokraten in Regensburg forderte Landeschefin Ronja Endres die Staatsregierung auf, mehr Mittel für das Bildungssystem bereitzustellen. Ihr Ziel sei, dass alle jungen Menschen ihre Talente entwickeln können – unabhängig von Herkunft, Einkommen der Eltern oder Wohnort.
Mit Verweis auf schwache Ergebnisse bei den internationalen Pisa-Studien sowie die steigende Zahl von Schulabgängern ohne Abschluss verlangt die SPD einen grundlegenden Kurswechsel in der Bildungspolitik. Vor allem der Ganztagsunterricht soll nach dem Willen der Partei neu gestaltet werden, damit mehr Zeit für die individuelle Förderung von Kindern und Jugendlichen bleibt.
Co-Landesvorsitzender Sebastian Roloff betonte, es dürfe nicht vom Elternhaus abhängen, ob ein Kind den Lernstoff versteht. Entscheidend sei, dass Schulen Unterstützung bieten, ohne dass Familien auf private Nachhilfe angewiesen sind.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber