Sorge um Mohamed Zoma beim 1. FC Nürnberg
Beim 1. FC Nürnberg ist die Besorgnis nach der Verletzung von Mohamed Zoma groß. Der italienische Nationalspieler zog sich beim 1:1 am Freitagabend in der 2. Bundesliga bei Energie Cottbus eine ausgekugelte Schulter zu. Wie lange der Angreifer fehlen wird, ist derzeit noch unklar.
Trainer Miroslav Klose wollte sich kurz nach dem Spiel nicht auf eine Prognose festlegen. Entscheidend sei, ob neben der Schulter noch weitere Strukturen betroffen seien. Entsprechend könne die Pause nur einige Wochen, im ungünstigen Fall aber auch mehrere Monate dauern. Klose verwies darauf, dass er selbst in der Saison 2013/14 eine ähnliche Verletzung erlitten hatte und nach gut einem Monat zurückgekehrt war.
"Wir haben ja schon mal ein paar Minuten ohne Momo gespielt. Jetzt müssen wir mal abwarten, was da rauskommt", sagte Klose.
Zwar habe Nürnberg Alternativen im Kader, doch an Zomas Qualität reiche davon niemand eins zu eins heran.
Mitspieler und Gegner hoffen auf schnelle Rückkehr
Für den FCN ist Zoma mit seinen bislang sieben Saisontoren ein zentraler Offensivspieler. Teamkollege Piet Scobel betonte, wie wichtig der Angreifer für die Mannschaft sei, und äußerte die Hoffnung auf eine schnelle Genesung. Zoma war früh im Spiel unglücklich auf die Schulter gefallen, versuchte zunächst weiterzumachen, musste später aber doch vom Platz.
Auch Cottbus-Trainer Pele Wollitz wünschte dem Nürnberger Stürmer eine rasche Besserung. Zu diesem Zeitpunkt hatte Stjopa Mkrtschjan in der 79. Minute bereits den Ausgleich für den "Club" erzielt, nachdem Justin Butler die Gastgeber in der 56. Minute in Führung gebracht hatte.

Nürnberg sieht sich als Team gefordert
Klose wird für die kommenden Wochen neue Lösungen finden müssen. Er bezeichnete Zoma als außergewöhnlichen Spieler, der nicht direkt zu ersetzen sei. Verteidiger Fynn Otto sieht nun die gesamte Mannschaft in der Pflicht.
"Wir müssen jetzt einfach gucken, dass wir nicht nur von einem Spieler abhängig sind. Das sind wir auch nicht. Wir haben genug andere Stärken", sagte Otto.
Klose lobt Entwicklung der Mannschaft
Trotz der Personalsorgen nahm Nürnberg aus dem Spiel in Cottbus auch Positives mit. Der FCN ist inzwischen seit 13 Partien ungeschlagen und schaffte erneut nach einem Rückstand noch ein Comeback. Klose hob hervor, dass seine Mannschaft in früheren Jahren solche Spiele häufig nicht mehr gedreht habe und stattdessen Gegentore zu ungünstigen Zeitpunkten kassierte.
Otto sprach nach der Partie von "gemischten Gefühlen". Nicht nur wegen der Verletzung Zomas, sondern auch, weil aus seiner Sicht sogar ein Sieg möglich gewesen wäre. Insgesamt könne Nürnberg mit dem Auftritt aber zufrieden sein. Man habe gewusst, dass in Cottbus Geduld gefragt sei und man zwischenzeitlich auch leiden müsse.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber