Bundesparteitag der Freien Wähler soll nach Aiwangers Tod verlegt werden
Nach dem Tod des Parteivorsitzenden Hubert Aiwanger wollen die Freien Wähler ihren Bundesparteitag nicht wie geplant abhalten. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Joachim Streit sagte im Gespräch mit SWR 1 Rheinland-Pfalz, die Veranstaltung solle abgesagt und zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Als wahrscheinlicher Termin gilt derzeit das Jahr 2027. Ursprünglich war der Parteitag für den 14. November in Geiselwind vorgesehen.
Streit würdigt Aiwanger als prägende Persönlichkeit
Streit bezeichnete Aiwanger als einen "echten Freigeist" und als eine herausragende Figur innerhalb der Partei. Der Europaabgeordnete sagte, Aiwanger habe den Menschen stets nahgestanden, sich für ihre Anliegen eingesetzt und besonders die Interessen des "kleinen Mannes" vertreten. Zugleich habe er immer auch die größeren politischen Zusammenhänge im Blick gehabt – nicht nur in Bayern, sondern auch mit Blick auf ganz Deutschland.
Nach den Worten von Streit war die Partei über Jahre eng mit Aiwangers Namen verbunden. Die Freien Wähler seien in der öffentlichen Wahrnehmung stark mit ihm identifiziert worden, ebenso wie mit ihrer bayerischen Herkunft. Aiwanger habe der Partei dabei als prägende Führungsfigur Orientierung gegeben.
Entscheidung über die Nachfolge fällt in Bayern
Zur Frage, wer Aiwangers Nachfolge antreten wird, wollte sich Streit zunächst nicht festlegen. Dieses Thema werde erst nach der Beisetzung ernsthaft beraten. Da der Großteil der Mitglieder der Freien Wähler aus Bayern komme, werde dort auch die maßgebliche Entscheidung darüber getroffen, wer die Partei künftig auf Bundesebene führen soll.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber