Ehemaliger Agrarminister Hans Maurer gestorben
Der frühere bayerische Landwirtschaftsminister Hans Maurer (CSU) ist tot. Wie seine Familie mitteilte, starb er am Samstag nach kurzer Krankheit im Klinikum Ansbach im Alter von 93 Jahren. Maurer hinterlässt drei erwachsene Kinder.
Der aus Mittelfranken stammende Politiker wuchs auf einem Bauernhof auf. Nachdem er auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nachgeholt hatte, entschied er sich zunächst für ein Studium zum Berufsschullehrer. Weil die erhoffte Anstellung als Landwirtschaftslehrer ausblieb, absolvierte er zusätzlich eine Ausbildung für Volks- und Hauptschulen und unterrichtete danach an mehreren Schulen in seiner Heimatregion.
1970 zog Maurer in den bayerischen Landtag ein. Nach Aufgaben im Präsidium des Parlaments berief ihn Ministerpräsident Franz-Josef Strauß 1986 zum Staatssekretär im Kultusministerium. Ein Jahr später wurde Maurer Stellvertreter an der Spitze des Landwirtschaftsministeriums. Im Kabinett von Max Streibl war er von 1990 bis 1993 bayerischer Landwirtschaftsminister. Von 1999 bis 2010 stand er als Vorstandsvorsitzender an der Spitze der Bayerischen Landesstiftung.
Söder: „Staatsmann erster Güte“
Ministerpräsident Markus Söder erklärte, Bayern trauere um einen „Staatsmann erster Güte“. Hans Maurer habe sich über Jahrzehnte in den Dienst des Freistaats und seiner Menschen gestellt – als Landtagsabgeordneter ebenso wie als Staatssekretär und Landwirtschaftsminister.
Söder hob zudem Maurers persönlichen Lebensweg hervor, der zeige, was Engagement und Beharrlichkeit möglich machten. Als Minister habe Maurer stets ein offenes Ohr für die Landwirte gehabt und sich im Strukturwandel mit ganzer Kraft für sie eingesetzt. Außerdem sei er ein geschätzter politischer Wegbegleiter und persönlicher Ratgeber gewesen, dessen Wort auch für jüngere Abgeordnete großes Gewicht gehabt habe.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber