Ruhiger Auftakt der Schlossfestspiele in Regensburg
Gloria Fürstin von Thurn und Taxis zeigte sich zur Eröffnung der Regensburger Schlossfestspiele in einem luftigen weißen Sommerkleid unter den Gästen. Im Mittelpunkt des Abends standen die Gastgeberin und die Musik. Anders als in den Vorjahren blieb es diesmal ohne Proteste oder Kundgebungen.
Bei der vergangenen Ausgabe des Festivals hatte der Auftritt von AfD-Co-Chefin Alice Weidel für erhebliche Aufmerksamkeit gesorgt. Die Politikerin war von der Schlossherrin persönlich eingeladen worden. Medienberichten zufolge hatte Sängerin Vicky Leandros damals erklärt, Weidel sei bei ihrem Konzert „nicht willkommen“. Von Thurn und Taxis betonte seinerzeit, sie kenne Weidel privat, die Einladung sei daher im persönlichen Rahmen erfolgt. Vor dem Schloss kam es daraufhin zu Demonstrationen gegen den Besuch.
Kritik an der Gastgeberin
Auch schon früher hatte es bei den Festspielen im Innenhof von Schloss St. Emmeram, dem Familiensitz der Thurn und Taxis, Protestaktionen gegeben. Kritiker werfen der Gastgeberin unter anderem Verbindungen ins rechtsextreme Milieu vor. Die Unternehmerin weist solche Vorwürfe in Interviews jedoch zurück.
Vor Beginn der Aufführung von Giuseppe Verdis Oper La Traviata sagte die 66-Jährige, sie sei froh über die inzwischen angenehmeren Temperaturen und plane, möglichst viele Veranstaltungen der Festspiele zu besuchen. Zu den Gästen zählten unter anderem Schlagersänger Roberto Blanco und Kabarettistin Désirée Nick.
Die Schlossfestspiele laufen noch bis zum 19. Juli. Auf dem Programm stehen zudem bekannte Künstler wie Geiger David Garrett und Musiker Peter Maffay.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber