Bayern

Regionalzug strandet – 300 Menschen müssen raus

Zug-Chaos in Oberfranken: Passagiere stranden, Busse übernehmen – dafür wird sogar eine Spur auf der A9 gesperrt.

24.05.2026, 22:21 Uhr

Ein liegengebliebener Regionalzug mit mehr als 300 Menschen an Bord hat am Sonntagabend auf der wichtigen Bahnverbindung zwischen München und Nürnberg für einen größeren Einsatz gesorgt. Inzwischen läuft der Zugverkehr nach Angaben der Bahn wieder ohne Probleme.

Der betroffene RE1 von München Hauptbahnhof nach Nürnberg Hauptbahnhof war kurz vor 19 Uhr auf Höhe von Stammham im Landkreis Eichstätt zum Stillstand gekommen. Grund war laut Bahn eine technische Störung außerhalb eines Bahnhofs. Die Polizei sprach von einer vollständigen Evakuierung des Zuges.

Vor Ort betreute ein größeres Aufgebot an Rettungskräften die Reisenden. Die Passagiere wurden anschließend mit mehreren Bussen über die A9 weiter in Richtung Nürnberg gebracht. Dafür sperrten die Behörden einen Fahrstreifen kurz nach der Auffahrt Ingolstadt-Nord.

Während der Evakuierung wurde die wichtige Nord-Süd-Verbindung in beiden Richtungen gesperrt. Der Fernverkehr wurde zwischen Ingolstadt Hauptbahnhof und Nürnberg Hauptbahnhof umgeleitet, im Regionalverkehr richtete die Bahn einen Ersatzverkehr ein.

Nach Bahnangaben wurde der defekte Zug noch am späten Abend von der Strecke geschleppt. Die Verbindung zwischen Ingolstadt Hauptbahnhof und Nürnberg Hauptbahnhof wurde danach wieder freigegeben. Am Montag fielen lediglich zwei Fahrten pro Richtung aus, weil der havarierte Regionalzug nicht eingesetzt werden konnte. Für betroffene Reisende standen Busse als Ersatz bereit.

Die Bahn bedauerte die Unannehmlichkeiten. Nach den zwischenzeitlichen Einschränkungen läuft der Verkehr auf der stark nachgefragten Strecke inzwischen wieder regulär.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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