Bayern

Mehr Bornavirus-Fälle – wie groß ist die Gefahr wirklich?

Fünf Tote durch Bornavirus in Bayern – warum das Risiko laut Ministerium trotzdem gering bleibt und was jetzt schützt.

02.07.2026, 14:56 Uhr

Gesundheitsministerium: Risiko einer Bornavirus-Infektion weiterhin niedrig

Trotz fünf Todesfällen nach Bornavirus-Infektionen in diesem Jahr stuft das Gesundheitsministerium die Ansteckungsgefahr weiterhin als gering ein. Nach einem Austausch mit der Taskforce Infektiologie des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) betonte Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU), dass vor allem Aufklärung wichtig sei, damit sich die Bevölkerung wirksam schützen könne.

Nach Angaben der Behörden wird das Bornavirus nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Eine Infektion erfolgt vielmehr durch direkten oder indirekten Kontakt mit Feldspitzmäusen, etwa über deren Ausscheidungen. Das LGL rät daher dringend, Spitzmäuse nicht anzufassen. Wer Schuppen, Keller oder Dachböden säubert, sollte dabei Einweghandschuhe und eine Atemschutzmaske tragen.

Die Erkrankung gilt als selten, zudem steht bislang keine Impfung zur Verfügung. In Bayern wurden in diesem Jahr bereits fünf Fälle gemeldet – drei mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Laut Ministerium sind alle fünf erkrankten Personen verstorben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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