Das hochsommerliche Wetter hat in Bayern seit Anfang Mai bereits 15 Menschen beim Baden das Leben gekostet. Nach Angaben der Wasserwacht und des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ereigneten sich die meisten tödlichen Unglücke in Seen: Dort starben zehn Menschen. Drei weitere kamen in Flüssen ums Leben, jeweils eine Person in einem Naturbad und in einem Freibad.
Wie eine Sprecherin des BRK mitteilte, handelt es sich bei den Opfern fast ausschließlich um Männer. Viele von ihnen waren zwischen 20 und 25 Jahre alt. Laut Statistik befand sich nur eine Frau unter den Todesopfern. Neben den jüngeren Männern waren besonders auch ältere Menschen ab 70 Jahren betroffen: In dieser Altersgruppe gab es fünf Todesfälle.
Allein am vergangenen Wochenende registrierte die Polizei mehrere tödliche Badeunfälle. Unter den Verstorbenen waren auch ein Schwimmanfänger sowie ein Nichtschwimmer, der sich eigentlich nur im flachen Uferbereich aufhalten sollte.
Experten werben für Schwimmbojen
Um Notfälle in offenen Gewässern zu verhindern, wirbt die BRK-Wasserwacht für den Einsatz von Schwimmbojen. Wasserwacht-Landesvorsitzender Thomas Huber vergleicht ihren Nutzen mit einem Fahrradhelm oder dem Sicherheitsgurt im Auto.
Die aufblasbaren Bojen werden an der Hüfte mit einem Gurt befestigt und beim Schwimmen hinterhergezogen, ohne dabei wesentlich zu stören. Wer auf einem See eine Pause braucht, kann sich an der Boje festhalten und treiben lassen. Zudem sollen die Hilfen Schwimmerinnen und Schwimmer in Seen und Flüssen für andere Wassersportler besser sichtbar machen.
Im Handel sind Schwimmbojen laut Wasserwacht ab etwa 15 Euro erhältlich. Anspruchsvollere Modelle, etwa für Leistungssportler, können deutlich teurer sein.
Auch der bayerische Landesverband der DLRG empfiehlt Schwimmbojen – besonders für Langstreckenschwimmer und ältere Menschen. Zugleich warnen die Lebensretter: Auch eine Boje schützt nicht automatisch vor dem Ertrinken.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber