Bayern

Hitze-Alarm: Blaualgen bedrohen Bayerns Badeseen

Blaualgen-Alarm in Bayern: An mehreren Badeseen drohen Badeverbote und Gesundheitsrisiken – diese Regionen sind betroffen.

19.06.2026, 12:20 Uhr

Blaualgen sorgen in Bayerns Badeseen für Sperrungen und Warnungen

Die anhaltend warmen Temperaturen führen in mehreren bayerischen Badeseen zu einer verstärkten Ausbreitung von Blaualgen. Wie verschiedene Gesundheitsämter mitteilten, wurden deshalb zuletzt an einigen Gewässern Badeverbote verhängt oder bereits bestehende Hinweise verlängert.

Diese Seen sind betroffen

Am Altmühlsee bei Gunzenhausen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen dürfen derzeit an zwei Badestellen keine Badegäste ins Wasser. Hintergrund ist eine starke Belastung durch Cyanobakterien, besser bekannt als Blaualgen.

Auch am Ebertshausener See in Odelzhausen im Landkreis Dachau bleibt das Badeverbot bestehen. Dort sind erneut erhöhte Blaualgenwerte festgestellt worden. Die Sperrung gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Hunde.

Ebenfalls eingeschränkt ist der Kinderbadebereich des Ebenhausener Weihers in Baar-Ebenhausen im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm. Nach Angaben des Gesundheitsamts wurde dieser Abschnitt wegen Blaualgen gesperrt. Kinder seien besonders gefährdet, da ihr Immunsystem empfindlicher reagiere und sie beim Baden häufiger Wasser schluckten. Für die übrigen Bereiche des Weihers raten die Behörden zu besonderer Vorsicht und verantwortungsbewusstem Verhalten.

Warum Blaualgen problematisch sind

Blaualgen vermehren sich vor allem bei hohen Temperaturen und über längere sonnige Wetterphasen hinweg besonders stark. Oft sind sie als grünliche Schlieren oder Verfärbungen auf der Wasseroberfläche zu erkennen.

Die Mikroorganismen können Giftstoffe freisetzen, die unter anderem Übelkeit, Durchfall und Hautreizungen verursachen. Das Risiko steigt vor allem dann, wenn belastetes Wasser geschluckt wird oder mit Schleimhäuten in Kontakt kommt.

Hinzu kommt, dass trübes Wasser die Sicht verschlechtert und dadurch Rettungseinsätze erschweren kann. Gesundheitsbehörden rufen Badegäste deshalb dazu auf, Warnschilder an Seen ernst zu nehmen und bei auffälligen Verfärbungen des Wassers auf das Baden zu verzichten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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