Bayern

Hantavirus: Kontaktperson erreicht Bayern

Hantavirus-Alarm: Eine Kontaktperson aus Bayern wird isoliert – was jetzt über den brisanten Fall bekannt ist.

11.05.2026, 12:25 Uhr

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ ist eine Kontaktperson nach Bayern zurückgebracht worden. Die betroffene Person traf am Nachmittag in der München Klinik Schwabing ein und bleibt dort zunächst in einem isolierten Zimmer in Quarantäne. Das teilten das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) sowie die Klinik mit.

Nach bisherigen Untersuchungen zeigt die Person derzeit keine Symptome einer Hantavirus-Infektion. Laut Klinik befindet sie sich in einer stabilen klinischen Verfassung. Sie soll vorsorglich so lange in der Klinik bleiben, bis die Inkubationszeit abgelaufen ist.

Der Zeitraum zwischen einer Ansteckung und dem Auftreten erster Beschwerden beträgt nach Expertenangaben beim Hantavirus meist rund zwei Wochen. Er kann jedoch zwischen sieben Tagen und sechs Wochen schwanken.

Wie das LGL weiter mitteilte, ist die München Klinik das zuständige Behandlungszentrum für Kontaktpersonen aus Bayern. Die für hochansteckende Erreger vorgesehene Sonderisolierstation des Krankenhauses werde in diesem Fall jedoch nicht aktiviert. Die Station war erst vor Kurzem nach zwei Jahren Modernisierung wieder für den Einsatz freigegeben worden.

Nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC bleibt das Risiko für die Bevölkerung durch das Virus weiter sehr gering.

Bereits am Wochenende waren vier deutsche Passagiere der „Hondius“ von der Kanareninsel Teneriffa zunächst in die Niederlande und anschließend nach Frankfurt am Main ausgeflogen worden. Von dort aus wurden sie am Montag in ihre jeweiligen Heimatbundesländer weiterverlegt.

Weitere Angaben zu der Person aus Bayern machten die Behörden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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