Bayern

Feuerdrama am Chiemsee – A8 wegen Rauch dicht

Brand-Chaos auf der A8: In Oberbayern geht nichts mehr. Warum Pendler jetzt viel Geduld brauchen – und was wichtig ist.

29.06.2026, 06:44 Uhr

Nahe der Gemeinde Übersee am Chiemsee ist in der Nacht ein größerer Wald- und Moorbrand ausgebrochen. Nach Angaben der Feuerwehr standen dabei rund 5,5 Hektar Wald- und Moorfläche in Flammen – das entspricht knapp acht Fußballfeldern. Das Feuer in dem Waldstück im Landkreis Traunstein war kurz vor Mitternacht gemeldet worden.

Seitdem waren rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Bergwacht und THW im Einsatz, um den Brand einzudämmen. Zudem unterstützten Hubschrauber die Löscharbeiten aus der Luft. Nach Polizeiangaben mussten mehrere Tausend Quadratmeter Wald- und Moorfläche gelöscht werden.

Die A8 zwischen Grabenstätt und Bernau am Chiemsee, die wegen des starken Rauchs in beide Richtungen gesperrt worden war, ist inzwischen wieder freigegeben. Allerdings staute sich der Verkehr laut Polizei weiterhin auf mehreren Kilometern.

Die Feuerwehr hatte die Bevölkerung zwischenzeitlich dazu aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen abzuschalten. Außerdem mussten teils lange Schlauchleitungen verlegt werden, um ausreichend Löschwasser an den Brandort zu bringen.

Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt. Weitere Verletzte sind bislang nicht bekannt. Zur Ursache des Feuers gab es zunächst weiterhin keine gesicherten Erkenntnisse.

Die angespannte Lage hängt auch mit der anhaltenden Trockenheit zusammen. Am Wochenende galt in vielen Teilen Bayerns bereits Waldbrand-Warnstufe vier von fünf, in einigen Regionen sogar die höchste Stufe. Neben dem Brand am Chiemsee war die Feuerwehr zuletzt auch in anderen Landesteilen gefordert – unter anderem nach einem Feuer an einem Traktor bei Regenstauf, das auf ein Waldstück übergriff, sowie bei weiteren Waldbränden in der Oberpfalz.

Immerhin dürfte sich die Waldbrandgefahr in den kommenden Tagen wieder etwas entspannen: Für große Teile Bayerns soll der Gefahrenindex ab Dienstag deutlich sinken.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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