Bayern

Eklat in Coburg: Streit um Studentenverbindungen

Fackelzug, Festkommers, Proteste: Warum das Pfingsttreffen des Coburger Convents in Coburg erneut für Zündstoff sorgt

22.05.2026, 11:00 Uhr

Pfingstkongress des Coburger Convents: Polizei erwartet ruhigen Verlauf trotz Protesten

In Coburg treffen sich derzeit zahlreiche Mitglieder von Studentenverbindungen, Landsmannschaften und Turnerschaften zum Pfingstkongress des Coburger Convents (CC). Zu den zentralen Programmpunkten gehören am Montagabend ein Festkommers sowie ein anschließender Fackelzug zum Marktplatz.

Vor allem dieser Fackelzug sorgt bei Kritikern für Widerstand. Nach Angaben der Polizei sind für Montagabend insgesamt acht Gegenveranstaltungen angemeldet.

Die Polizei rechnet damit, dass sowohl die Veranstaltungen des Coburger Convents als auch die Protestaktionen in einem ähnlichen Rahmen wie in den vergangenen Jahren stattfinden werden. Man sei auf den Einsatz gut vorbereitet, erklärte ein Polizeisprecher. Neben Kräften aus Coburg stünden auch zusätzliche Einheiten, darunter die Bereitschaftspolizei, bereit. Der Schwerpunkt des Einsatzes liege auf dem Montagabend.

Wie sich der Coburger Convent selbst beschreibt

Auf seiner Internetseite bezeichnet sich der Coburger Convent als akademischer Verband von Studierenden und Absolventen deutscher und österreichischer Hochschulen – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion.

Zugleich betont der Verband, weder parteipolitisch noch konfessionell gebunden zu sein. Von seinen Mitgliedern erwarte man, dass sie sich zur Bundesrepublik Deutschland sowie zu deren freiheitlich-demokratischer und rechtsstaatlicher Ordnung bekennen. Der Coburger Convent tagt seit 1951 in der oberfränkischen Stadt und kommt damit seit rund 75 Jahren in Coburg zusammen.

Kritik und Proteste gegen das Treffen

Die Gegner des Convents verweisen auf ein breites Protestbündnis. Neben weiteren Kundgebungen ist auch eine Fahrraddemonstration angekündigt.

In einer Mitteilung der Initiative „Studentenverbindungen auflösen“ wird der Fackelmarsch als klar politisch aufgeladen kritisiert. Die Organisatoren der Proteste fordern ein Ende dessen, was sie als nationalistisches und kriegsverherrlichendes Schauspiel des Coburger Convents bezeichnen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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