Bayern

Diese Bahnschranken in Bayern werden noch gekurbelt

Kaum zu glauben: In Bayern werden manche Bahnschranken noch per Hand bedient. Doch damit könnte bald Schluss sein.

25.05.2026, 04:00 Uhr

In Bayern werden noch zahlreiche Bahnübergänge per Hand bedient

Wenn sich ein Zug nähert, schließen sich die Schranken an Bahnübergängen in der Regel automatisch. In Bayern gibt es jedoch weiterhin mehrere Dutzend Übergänge, an denen das noch manuell geschieht. Nach Angaben einer Sprecherin der Deutschen Bahn kümmern sich im Freistaat rund 120 Beschäftigte um solche Schrankenanlagen.

Diese handbedienten Übergänge liegen überwiegend in ländlichen Gebieten mit geringem Verkehrsaufkommen. Laut Bahn sind sie vor allem wegen ihrer langen Nutzungsdauer noch im Einsatz. Ihre Zahl nimmt aber ab: Dort, wo es technisch und betrieblich sinnvoll ist, setzt die DB auf Modernisierung. In den kommenden fünf Jahren soll eine kleinere zweistellige Anzahl entweder beseitigt oder auf automatische Steuerung umgestellt werden.

Warum ereignen sich an Bahnübergängen so viele Unfälle?

An Bahnübergängen kommt es immer wieder zu Unfällen. Laut DB-Statistik wurden 2024 in Bayern 39 Vorfälle registriert. Mehr als 95 Prozent dieser Unfälle gehen demnach auf Unaufmerksamkeit, Leichtsinn oder mangelndes Wissen zurück. Insgesamt gab es im Freistaat im vergangenen Jahr 2.895 Bahnübergänge – mehr als in jedem anderen Bundesland.

Ob ein Bahnübergang umgebaut werden muss, wird nach Angaben der Sprecherin bei regelmäßigen sogenannten Verkehrsschauen geprüft. Daran beteiligt sind unter anderem die Deutsche Bahn, die Verkehrsbehörden und die Bundespolizei. Nach Unfällen finden zudem zusätzliche Sonderprüfungen statt.

Beim Sicherheitsniveau gibt es laut Bahn keinen Unterschied zwischen manuellen und automatischen Schranken. Für beide gelten dieselben Vorschriften, auch die Mittel für Wartung und Instandhaltung sind gleich. Unterschiede gibt es lediglich beim Personalaufwand, dessen Kosten sich laut Sprecherin jedoch nicht pauschal beziffern lassen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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