Angriff nach Streit um ungültigen Fahrschein in Coburg
In einem Linienbus in Coburg ist es nach einem Streit über ein ungültiges Ticket zu einem tätlichen Angriff auf einen Mitarbeiter gekommen. Nach Angaben der Polizei soll ein 42-jähriger Fahrgast den 58 Jahre alten Bus-Mitarbeiter zunächst beleidigt und ihm anschließend mit der Faust gegen das linke Ohr geschlagen haben.
Der Mitarbeiter erlitt dabei eine blutende Verletzung an der Ohrmuschel. Eine Behandlung durch Rettungskräfte vor Ort nahm er jedoch nicht in Anspruch.
Der mutmaßliche Angreifer flüchtete zunächst. Dank eines Hinweises von einem anderen Fahrgast konnten Polizeikräfte den Mann später in seiner Wohnung antreffen. Wie die Ermittler mitteilten, war der 42-Jährige bereits bekannt. Gegen ihn wird nun wegen Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.
Der Fall steht im Zusammenhang mit der anhaltenden Debatte über zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr und bei der Bahn.
Für bundesweite Aufmerksamkeit hatte bereits ein besonders schwerer Vorfall zu Jahresbeginn in Rheinland-Pfalz gesorgt. Damals war ein Zugbegleiter bei einer Fahrscheinkontrolle in einem Regionalzug von einem Fahrgast attackiert und durch mehrere Schläge gegen den Kopf lebensgefährlich verletzt worden. Der 36-jährige Familienvater fiel ins Koma und starb später an den Folgen. Der Fall löste eine breite Diskussion über besseren Schutz für Bahnmitarbeiter und härtere Strafen bei solchen Taten aus.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion