Bayern

Bus-Drama auf A96: Zwei Tote, viele Verletzte

Tragödie auf der A96: Reisebus kippt bei Buchloe um – zwei Tote, mehrere Verletzte. Was bisher bekannt ist.

27.09.2026, 07:44 Uhr

Reisebus kippt auf der A96 bei Buchloe um: Zwei Tote und zahlreiche Verletzte auf dem Weg zur Wiesn

Auf der A96 bei Buchloe im Ostallgäu ist am frühen Morgen ein Reisebus umgekippt. Nach Angaben der Polizei kamen dabei zwei Menschen ums Leben. Zahlreiche weitere Insassen der Reisegruppe wurden zum Teil schwer verletzt.

Inzwischen ist klar, dass der Bus mit einer geschlossenen Reisegruppe zum Münchner Oktoberfest unterwegs war. Bei den Reisenden handelte es sich um in Italien lebende philippinische Staatsangehörige, die bei spätsommerlichem Wetter auf dem Weg zur Wiesn waren.

Der schwere Unfall ereignete sich nach aktuellen Erkenntnissen gegen 5.41 Uhr auf der A96 zwischen den Anschlussstellen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West in Fahrtrichtung München. Der Bus kam ohne Beteiligung anderer Fahrzeuge nach rechts von der Fahrbahn ab, kippte am Fahrbahnrand um und blieb am Waldrand liegen.

Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen Reisebus eines italienischen Unternehmens. Nach dem inzwischen bestätigten Stand saßen 35 Menschen an Bord. Davon gehörten 33 Personen zur Reisegruppe, hinzu kamen zwei Busfahrer mit italienischer Staatsangehörigkeit. Beide Fahrer blieben unverletzt. Der Mann am Steuer war laut Polizei ein 40 Jahre alter Italiener.

Lange war unklar, wie viele Menschen genau verletzt wurden. Sechs Verletzte wurden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht, einer von ihnen schwebte in Lebensgefahr. Zwei weitere Menschen kamen mit Rettungswagen in Kliniken. In einer Sammelstelle wurden zudem 22 weitere Verletzte versorgt; mehrere von ihnen mussten anschließend ebenfalls in Krankenhäuser gebracht werden.

Zunächst konnte nur eines der Todesopfer identifiziert werden. Dabei handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 58 Jahre alten Mann, einen philippinischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Italien. Zur Identität des zweiten Todesopfers sowie zur genauen Schwere aller Verletzungen lagen zunächst weiter keine vollständigen Angaben vor.

Anfangs hatte es widersprüchliche Informationen zur Route und zur Zahl der Insassen gegeben. Die Polizei erklärte dies mit der unübersichtlichen Lage direkt nach dem Unglück. Einsatzkräfte berichteten von chaotischen Szenen am Unfallort, mit verstreuten Gegenständen und Menschen, die sich im angrenzenden Wald bewegten.

Gegen den Fahrer, der zum Unfallzeitpunkt am Steuer saß, wird nun wegen fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr ermittelt. Die Polizei betonte, dabei handele es sich um das übliche Vorgehen in einem solchen Fall.

Ein Großaufgebot von Einsatzkräften war vor Ort. Nach Angaben der Polizei waren rund 130 Feuerwehrleute, 130 Sanitäter und etwa 20 Polizisten im Einsatz. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten wurde die Autobahn in beide Richtungen zunächst voll gesperrt. Nachdem zunächst die Gegenrichtung und gegen Mittag eine Spur Richtung München wieder freigegeben worden waren, konnte der Verkehr am Nachmittag wieder frei fließen.

Warum der Bus von der Fahrbahn abkam, ist weiter unklar. Zur Klärung des Unfallhergangs hat die Staatsanwaltschaft ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben.

Buchloe liegt direkt an der A96 zwischen München und Memmingen.

Immer wieder schwere Unfälle mit Reisebussen

Unfälle mit Reisebussen haben immer wieder besonders schwere Folgen. Erst kürzlich starben in der Schweiz fünf Menschen bei dem Unfall eines niederländischen Busses. Drei weitere Menschen wurden schwer, sieben mittelschwer und 30 leicht verletzt.

Auch auf der A3 bei Wörth an der Donau wurden am 6. September nach Polizeiangaben 30 Menschen verletzt. 15 von ihnen saßen in einem Reisebus und erlitten leichte Verletzungen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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