Bayern

Brand im Kehlsteinhaus: Jetzt prüfen Gutachter

Flammen am Kehlstein: Hitlers einstiges Teehaus ist zerstört – bis heute ist rätselhaft, wie groß der Schaden wirklich ist.

28.10.2026, 13:29 Uhr

Nach dem schweren Feuer im Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden sollen nun Sachverständige der Versicherung den Brandort untersuchen. Ein abschließendes Gutachten liegt nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd bislang jedoch nicht vor. Daher lasse sich die Höhe des Schadens weiterhin nicht genau bestimmen. In ersten Einschätzungen war zum Teil von einem Verlust in Millionenhöhe die Rede.

Die Polizei befasst sich außerdem weiter mit Bildern und Videos, die im Internet aus der ausgebrannten Ruine aufgetaucht sind. Nach bisherigem Stand spreche vieles dafür, dass zumindest ein Teil der Aufnahmen echt sei.

Herkunft der Aufnahmen weiter ungeklärt

Noch offen ist, wer die Fotos und Videos gemacht und anschließend veröffentlicht hat. Die Ermittler prüfen nach wie vor, woher das Material stammt. Das Gebiet um das auf 1.834 Metern gelegene Kehlsteinhaus gilt als Tatort und ist entsprechend abgesperrt. Zunächst hatten die Behörden vermutet, dass es sich – wie bei anderen kursierenden Bildern – möglicherweise um mit künstlicher Intelligenz erzeugte Fälschungen handeln könnte.

In der Nacht zum Samstag war das in der NS-Zeit zu Repräsentationszwecken errichtete Gebäude am Obersalzberg, das heute als Berggasthof genutzt wird, fast vollständig zerstört worden. Die Polizei nahm einen 33-jährigen Deutschen fest. Nach derzeitiger Einschätzung ist der Mann psychisch krank und wurde deshalb in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

Weiter unklar ist, ob auch der mit Messing ausgekleidete Luxusaufzug beschädigt wurde, der über 124 Meter durch den Berg bis zum Gebäude führt. Das frühere Teehaus war 1937/38 auf Initiative von Martin Bormann errichtet worden und gehörte zum sogenannten Führersperrgebiet am Obersalzberg bei Berchtesgaden.

Feuer im Kehlsteinhaus
Nach Umbauten wurde das Kehlsteinhaus 1952 als Berggaststätte eröffnet und für den Tourismus zugänglich gemacht. (Archivbild) Quelle: picture-alliance/ dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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